Politik

Vorgänger – Affären und Rücktritte

Archivartikel

Seit der Wiedervereinigung hat es an der Spitze des Verteidigungsministeriums einige Personalwechsel gegeben. Am längsten war der CDU-Politiker Volker Rühe im Amt. Karl-Theodor zu Guttenberg musste schon nach anderthalb Jahren wegen einer Plagiatsaffäre zurücktreten.

Gerhard Stoltenberg

CDU, 21.04.1989 bis 31.03.1992: Der Politiker stand an der Spitze von drei Bundesministerien. Im Alter von 70 Jahren schied er 1998 aus dem Bundestag aus. Am 23.11.2001 starb er nach einem Krebsleiden.

Volker Rühe

CDU, 01.04.1992 bis 26.10.1998: Rühe ist Vorsitzender der „Kommission zur Überprüfung und Sicherung der Parlamentsrechte bei der Mandatierung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr“ des Bundestages.

Rudolf Scharping

SPD, 27.10.1998 bis 19.07.2002: Seit dem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2005 hat Scharping sich aus der öffentlichen Politik weitgehend zurückgezogen. Seit 2005 ist er Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer.

Peter Struck

SPD, 19.07.2002 bis 22.11.2005: Unter seiner Führung bekam die Bundeswehr 2003 neue verteidigungspolitische Richtlinien. 2009 trat er nicht mehr für den Bundestag an. Er starb am 19. Dezember 2012.

Franz Josef Jung

CDU, 22.11.2005 bis 28.10.2009: Musste wegen der Kundusaffäre nach nur 33 Tagen als Arbeitsminister zurücktreten. Am 9. Mai 2017 wurde er in den Aufsichtsrat des Rüstungskonzerns Rheinmetall gewählt.

Karl-Theodor zu Guttenberg

CSU, 28.10.2009 bis 03.03.2011: Trat wegen der Plagiatsaffäre um seine Dissertation Anfang März 2011 zurück. Seit Dezember 2011 ist er bei der EU-Kommission als unentgeltlicher Berater tätig.

Thomas de Maizière

CDU, 03.03.2011 bis 17.12.2013: War im Kabinett Merkel II (28. Oktober 2005 bis 3. März 2011) Bundesminister im Innern. Seit November 2018 ist er Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung.

Ursula von der Leyen

CDU, seit 17.12.2013: Von 2005 bis 2009 war Ursula von der Leyen Familienministerin und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

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