Politik

Vorsicht bei der Künstlerwahl

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf Kritik an ihrer Künstlerwahl reagiert und verzichtet auf eine Leihgabe von Bildern der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) für ihr Arbeitszimmer. Dies bestätigte gestern ein Regierungssprecher in Berlin. Merkel hatte bisher zwei Gemälde des Malers Emil Nolde (1867-1956) im Kanzleramt hängen. Der Expressionist wurde von den Nazis als „entarteter Künstler“ diffamiert. Gleichzeitig war er nach Erkenntnissen von Kunsthistorikern überzeugter Nationalsozialist und Antisemit. Künftig sollten zwei Gemälde des sächsischen Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) bei Merkel hängen. Allerdings sind auch von diesem antisemitische Äußerungen bekannt. dpa