Politik

USA Angeblicher Kuss sorgt für Wirbel

Vorwürfe gegen Joe Biden

Archivartikel

Washington.Joe Biden, der frühere US-Vizepräsident und mögliche demokratische Präsidentschaftsbewerber, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er habe eine Parteikollegin unerlaubt auf den Hinterkopf geküsst. Biden erklärte, er glaube nicht, dass er sich unangemessen verhalten habe. Falls er dies getan habe, wolle er voller Respekt zuhören.

Demokratin beschwert sich

Die Demokratin Lucy Flores hatte in einem Beitrag für die Webseite „The Cut“ erklärt, Biden habe sich bei einem ihrer Wahlkampfauftritte im Rahmen ihrer Kandidatur für das Amt der Vize-Gouverneurin in Nevada im Jahr 2014 von hinten genähert, an ihrem Haar gerochen und ihr einen Kuss auf den Hinterkopf gegeben. Flores erklärte, es sei sicher nicht ungesetzlich gewesen, was Biden getan habe. Sie wollte aber auf das Verhalten des damaligen Vizepräsidenten aufmerksam machen.

Die Vorwürfe kommen just zu einer Zeit, in der Biden eine Entscheidung über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur zu treffen hat. In den Umfragen liegt er zum Teil deutlich vor seinen demokratischen Parteikollegen. Die Vorwahlen, bei denen die Partei ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten für die eigentliche Wahl im November 2020 aussiebt, beginnen Anfang 2019. Mehr als ein Dutzend Bewerber haben aber bereits ihren Hut in den Ring geworfen. Biden war von 2009 bis 2017 Stellvertreter des damaligen US-Präsidenten Barack Obama. dpa