Politik

Sicherheit Verfassungsschutz wegen Aktivitäten „alarmiert“

Warnung vor Attacken aus dem Internet

Berlin.Alle Unternehmen, die zu Covid-19 forschen – nicht nur Entwickler von Impfstoffen – werden vom Verfassungsschutz „sensibilisiert“. Das Bundesamt beschreibt seine Arbeit bewusst unscharf. Konkret werden Forscher, Entwickler und Hersteller vor Cyberattacken gewarnt. Generell seien „verstärkte Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste“ im Bereich von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu befürchten, die an Impfstoffen, Medikamenten, Antikörpertests und anderen Innovationen forschen, teilte der Verfassungsschutz unserer Redaktion mit.

Der Inlandsgeheimdienst schirmt deutsche Unternehmen schon seit Mai vor virtuellen Attacken ab. Die Unternehmen wurden gebeten, „Auffälligkeiten“ umgehend zu melden. Wer an eine Formel für einen wirksamen Impfstoff gelangt, kann viel Arbeit, Geld und nicht zuletzt kostbare Zeit sparen. Biontech oder auch das Tübinger Unternehmen Curevac sind sogenannte Hidden Champions, verborgene Pioniere und Weltmarktführer.

Die Tübinger wollen auch bei der Produktion des Covid-19-Impfstoffes eigene Wege gehen. Sie tüfteln an einem mobilen Impfstofflabor und würden mithin keine Ampullen liefern, sondern dezentrale Produktionseinheiten, die – online – ferngesteuert werden. Nicht nur eine „Formel“ weckt Begehrlichkeiten, sondern auch Produktionsstätten, Lagerung, Verteilung. Ein Transport des kostbaren Stoffs ist nur unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen mit Polizeibegleitung vorstellbar. Bei Biontech in Mainz hat man für den Anfang den Wachschutz verstärkt. san

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