Politik

Bildung GEW rechnet mit tausenden unbesetzten Stellen

Warnung vor Lehrermangel

Archivartikel

Frankfurt.Die Gewerkschaft GEW geht davon aus, dass zum neuen Schuljahr bundesweit mehrere Tausend Lehrerstellen fehlen werden. Diese Aussage lasse sich anhand der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren treffen, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann am Freitag. Aussagekräftige Zahlen über den Lehrermangel in allen 16 Bundesländern gebe es derzeit nicht. „Dies liegt daran, dass die Einstellungsrunden für das neue Schuljahr noch nicht abgeschlossen und derzeit noch in allen Bundesländern Sommerferien sind.“

Am stärksten sind nach GEW-Angaben die Grundschulen betroffen, aber auch an Gemeinschaftsschulen und beruflichen Schulen herrsche großer Lehrkräftemangel. Während es in Fächern wie Sport, Religion oder Kunst schon immer schwierig gewesen sei, geeignete Bewerber zu finden, fehlten nun zunehmend Lehrer für Deutsch, Mathematik und die Naturwissenschaften. Auf dem Land sei die Situation in der Regel dramatischer als in den Städten.

An Gymnasien gebe es dagegen in einigen Bundesländern sogar noch einen Überhang an Lehrkräften. Die Einstellung von Quer- und Seiteneinsteigern kann nach Einschätzung der GEW allenfalls eine Notlösung sein. dpa

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