Politik

Südamerika Staatschef verliert Amt an Links-Kandidatin

Wechsel in Argentinien

Archivartikel

Buenos Aires.Für Argentiniens konservativen Staats- und Regierungschef Mauricio Macri ist nach einer Amtszeit Schluss. Er unterlag bei der Präsidentenwahl dem Mitte-Links-Kandidaten Alberto Fernández. Er kam nach Zahlen der Wahlbehörde auf rund 48 Prozent der Stimmen. Macri bekam demnach gut 40 Prozent. Der 60-jährige Amtsinhaber gestand seine Niederlage ein. Er habe Fernández gratuliert und zu einem Frühstück im Präsidentenpalast eingeladen, sagte Macri vor seinen Anhängern in Buenos Aires. Es müsse eine geordnete Machtübergabe stattfinden, betonte der Unternehmer. Fernández soll das Präsidentenamt am 10. Dezember antreten. Macri hinterlässt ein Land, das wieder in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise steckt.

Neue Vizepräsidentin wird Macris direkte Vorgängerin Cristina Kirchner, die von 2007 bis 2015 regiert hatte. Sie und Fernández sind sogenannte Peronisten, gehören also der Justizialistischen Partei an, die seit ihrer Gründung durch Juan Perón im Jahr 1946 die meisten demokratisch gewählten Präsidenten Argentiniens gestellt hat. Die Wahlbeteiligung lag der Wahlbehörde zufolge bei 81 Prozent. dpa

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