Politik

Personalie Ex-Bamf-Chefin Cordt verdient künftig weniger

Wechsel ins Innenressort

Archivartikel

Berlin.Die ehemalige Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt (Bild), soll sich künftig im Bundesinnenministerium um Digitalisierungs kümmern. Wie eine Sprecherin des Ministeriums gestern mitteilte, ist beabsichtigt, dass Cordt „im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt“. Laut „Bild“-Zeitung wird die 55-Jährige damit von der B9-Besoldung um drei Stufen auf die B6-Besoldung für Unterabteilungsleiter herabgestuft. Damit verdient sie nun mit knapp 9600 Euro rund 1600 Euro weniger pro Monat als zuvor. Cordt werde sich um die Koordination von Projekten zum Onlinezugangsgesetz kümmern, hieß es. Das 2017 verabschiedete Gesetz soll dafür sorgen, dass Bürger und Unternehmen ihre Anliegen bei der Verwaltung leichter online erledigen können.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Cordt im Juni auf dem Höhepunkt der Krise um das Bundesamt von ihren Aufgaben entbunden. Dabei spielte auch die Affäre um die Außenstelle in Bremen eine Rolle, wo in einer Reihe von Fällen zu Unrecht Asyl gewährt worden sein soll. Zum neuen Chef machte Seehofer den Asylexperten aus dem bayerischen Innenministerium, Hans-Eckhard Sommer.