Politik

Wenig Corona-Infektionen an Schulen

Befürchtungen, dass die bundesweite Öffnung der Schulen in voller Klassenstärke nach dem Ende der Sommerferien zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus führen könnte, haben sich nicht bestätigt. Dies geht aus einer Umfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) unter allen Kultusministerien der Bundesländer hervor. Demnach konnten bis zum Start der Herbstferien durchschnittlich 98 Prozent aller Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Auch das Infektionsgeschehen an den Schulen lässt nicht auf das Klassenzimmer als potenziellen Ort für Superspreading-Ereignisse schließen. „Wir haben die Beobachtung gemacht, dass es kein verstärktes Infektionsgeschehen an Schulen oder Kitas gibt“, sagte die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Die Ergebnisse der RND-Recherche decken sich mit einer Studie des Arbeitsmarktforschungsinstituts IZA, die zeigt, dass drei Wochen nach der Wiedereröffnung der Schulen nicht mehr, sondern weniger Neuinfektionen beobachtet wurden als bei geschlossenen Schulen. Die Forscher führen dies unter anderem auf die strengen Hygienemaßnahmen an den Schulen zurück. 

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