Politik

Steuern Rezession und Hilfen treffen auch den Staat

Weniger Einnahmen

Archivartikel

Berlin.Die Corona-Krise führt zu einem Einbruch bei den Steuereinnahmen des Staates. Im Juni gingen sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19 Prozent zurück, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. „Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen belasteten weiterhin das Steueraufkommen signifikant“, hieß es. Im gesamten ersten Halbjahr sank das Steueraufkommen um 9,1 Prozent – darin enthalten sind aber noch Monate vor Ausbruch der Corona-Krise im März.

Infolge der Krise und massiver Beschränkungen rutscht Deutschland nach Einschätzung der Bundesregierung sowie von Ökonomen in die bisher schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Bundesregierung hatte milliardenschwere Hilfen für Unternehmen und Arbeitnehmer, steuerliche Entlastungen und ein Konjunkturpaket beschlossen. Neben den konjunkturellen Mindereinnahmen wirkten sich auch die steuerlichen Maßnahmen in erheblichem Umfang auf die Steuereinnahmen aus. Dabei geht es etwa um die Stundung von Steuerzahlungen oder herabgesetzte Vorauszahlungen. dpa

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