Politik

Migration Laut Frontex wirken sich Reisebeschränkungen aus

Weniger illegale Grenzübertritte

Archivartikel

Warschau.Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die Europäische Union ist im Jahr 2020 auf den niedrigsten Wert seit 2013 gefallen. Wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Freitag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr rund 124 000 unerlaubte Einreisen über die EU-Außengrenzen registriert. Dieser Rückgang um 13 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor hänge mit den wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen zusammen.

Am deutlichsten sichtbar war der Rückgang demnach auf der östlichen Mittelmeerroute etwa nach Griechenland, über die 76 Prozent weniger illegale Grenzübertritte verzeichnet wurden, nämlich rund 20 000. Die westliche Mittelmeerroute zwischen Nordafrika und Spanien wurde für rund 17 000 registrierte illegale Grenzübertritte genutzt, was einem Rückgang von nahezu 30 Prozent entsprach.

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der illegalen Grenzübertritte auf der zentralen Mittelmeerroute nach Italien und Malta, wo 35 500 Menschen aufgegriffen wurden. Auch 27 000 Menschen auf der Westbalkanroute sind nahezu 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen gar achtfachen Anstieg verzeichnete Frontex auf den Kanarischen Inseln. Mit 22 600 kletterte die Zahl dort auf den höchsten Wert seit Aufzeichnungsbeginn 2009. „Die Schlepper nutzten oft große Fischerboote, die eine größere Zahl an Menschen von westafrikanischen Staaten aus transportieren können“, heißt es. dpa

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