Politik

Hartz IV Zahl der Leistungsempfänger gesunken

Weniger Kürzungen

Nürnberg.Jobcenter haben im vergangenen Jahr seltener Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen. Die Zahl ging im Vergleich zu 2017 um rund 49 000 auf 904 000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mitteilte. Ein Grund für den Rückgang sei auch, dass die Zahl der Leistungsempfänger gesunken sei. Die monatliche Sanktionsquote blieb bei rund drei Prozent. Sie gibt an, bei wie vielen Menschen pro Monat die Leistungen gekürzt wurden.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 441 000 Männer und Frauen mindestens von einer Sanktion betroffen. Da manche Empfänger von Arbeitslosengeld II mehrfach sanktioniert werden, ist die Zahl der Betroffenen deutlich niedriger als die Zahl der Fälle. Mehr als 90 Prozent der Bezieher verhalten sich den Angaben nach regelkonform und bleiben von den Strafen unberührt.

Im Schnitt gab es 2018 laut BA 4,14 Millionen erwerbsfähige Leistungsempfänger; 2017 waren es noch 4,36 Millionen. Der Regelsatz betrug 416 Euro. Bezogen auf das gesamte Jahr wurde bei 8,5 Prozent der Hartz-IV-Bezieher die Leistung wegen mindestens eines Verstoßes gemindert. Menschen unter 25 Jahren sind von den Sanktionen stärker betroffen. Das Gesetz sieht bei Jugendlichen bereits beim ersten Verstoß, der über ein Meldeversäumnis hinausgeht, eine hundertprozentige Sanktion vor. dpa