Politik

Fleischindustrie Tönnies schlachtet wieder

Zunächst 8000 Tiere am Tag

Archivartikel

Rheda-Wiedenbrück.Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies hat nach einer vierwöchigen Zwangspause am Donnerstag am Standort Rheda-Wiedenbrück wieder Schweine geschlachtet. Begleitet wurde die Wiederaufnahme von einer Protestaktion von Greenpeace. Zwei Umweltaktivisten waren mit motorisierten Gleitschirmen auf einem Hallendach gelandet und hatten ein schwarz-gelbes Protest-Banner mit dem Schriftzug „Schluss mit dem Schweinesystem“ angebracht.

Zuvor waren die ersten Schweine auf Viehtransportern angeliefert worden. Am Ende der ersten Schicht waren rund 8000 Tiere geschlachtet worden. „Das ist das Maximale, was eine Schicht schaffen kann“, sagte ein Konzernsprecher.

Konsequenzen verlangt

Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20 000 und 25 000 Schweine. 30 000 sind von Behörden genehmigt. Die Schlachtungen hätten unter den von den Behörden genehmigten Hygiene-Bedingungen begonnen, sagte der Sprecher. Für den nächsten Produktionsschritt, die Zerlegung der Schweine, haben die Behörden grünes Licht gegeben, teilte die Stadt am Abend mit. Am Freitag starte ein Probelauf der Zerlegung unter Behördenaufsicht. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besteht auf Konsequenzen. Werkverträge über Subunternehmer seien der Grund für den Ausbruch gewesen. dpa

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