Politik

Klimakonferenz Saudi-Arabien und USA bremsen in Bonn

Zweifel an Wissenschaft

Archivartikel

Bonn.Saudi-Arabien hat bei der zehntägigen UN-Klimakonferenz in Bonn teilweise mit Unterstützung der USA wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erderwärmung angezweifelt und sich bei den Beratungen als Bremser betätigt. Die Vertreter Saudi-Arabiens wandten sich gegen einen Bericht, der hervorhebt, wie wichtig es ist, den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. „Saudi-Arabien, die USA und der Iran bilden hier eine unheilige Allianz der Wissenschaftsleugner“, sagte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser am Donnerstag. „Dieser Report des Weltklimarats ist so unmissverständlich in seiner Botschaft – jeder Widerspruch dagegen klingt wie verantwortungslose Ignoranz.“

Kaum weitergekommen sind die Unterhändler bei den Marktmechanismen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Dabei geht es darum, dass Länder Klimaschutzmaßnahmen in anderen Ländern finanzieren können und dafür im eigenen Land weniger tun müssen. Befürchtet wird, dass die jeweilige Einsparung zweimal gezählt wird: in dem Land, in dem sie erfolgt, und dort, wo sie finanziert wird. Einige Länder wie Brasilien wollten hier möglichst laxe Regeln durchsetzen, sagte Oxfam-Experte Kowalzig.