Ratgeber

Albanien: Eine Rundreise durch das Land der Bunker

Archivartikel

Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas und an vielen Stellen stark unterentwickelt. Die Infrastruktur im Land ist schlecht, veraltet und durch die jahrelange Abschottung hat der Balkan-Staat an vielen Stellen einen Anschluss an das moderne Europa verpasst.

Die Armut ist sichtbar, Müll prägt die Landschaft und viele Straßen sind mehr schlecht als recht. Auch Massentourismus ist in Albanien noch ein Fremdwort. Doch in den letzten Jahren ist das kleine Land zwischen Griechenland und Montenegro als Reiseziel immer beliebter geworden.

Aus diesen Gründen lohnt sich eine Reise nach Albanien

2018 hat die bekannte Reiseführermarke Lonely Planet Albaniens Hauptstadt Tirana auf seine Liste der Trend-Ziele gesetzt und die Anzahl der Touristen – vor allem im Süden des Landes – nimmt langsam aber stetig zu. Seit 2008 haben sich die Touristenzahlen in Albanien sogar verdoppelt.

Das Land ist unglaublich vielfältig und bietet seinen Besuchern nicht nur abwechslungsreiche Landschaften, sondern noch vieles mehr:

· Eine leckere, regionale Küche

· Gastfreundliche und hilfsbereite Menschen

· Ein unschlagbar günstiges Preisniveau

Das Land ist eines der preiswertesten Reiseländer in Europa – die Kosten für Unterkunft, Lebensmittel und selbst für Eintritte sind sehr niedrig. Das Einzige was etwas teurer ist, sind die Kosten für einen Mietwagen, insbesondere in der Hauptsaison – wer aber auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreift, kann auch hier sparen.

Der Kommunismus in Albanien

Der Diktator Enver Hoxha hat das Land stark geprägt. Aus der Zeit seiner Herrschaft sind unter anderem die vielen Bunker hervorgegangen, die noch heute das Landschaftsbild Albaniens prägen. Schätzungsweise 170.000 sind es im ganzen Land.

Die Zeiten des Kommunismus sind in Albanien seit 1990/1991 vorbei. Seitdem erholt sich das Land langsam, hat aber immer noch einen weiten Weg vor sich. Der Tourismus kann dazu beitragen, dass dringend benötigte Einnahmen in das Land kommen und immer mehr Menschen Arbeit finden – wichtige Investitionen in die Infrastruktur wie zum Beispiel in Straßen oder die Müllentsorgung sind längst überfällig.

Als Tourist wird man Albanien als aufregend empfinden. Das Land gilt als eines der letzten Abenteuerländer Europas, wo kaum jemand Englisch spricht und der Transport abenteuerlich ist.

Tirana ist der Dreh- und Angelpunkt Albaniens

In Albanien führt kein Weg an der Hauptstadt Tirana vorbei. Dort befindet sich der einzige internationale Flughafen des Landes, an dem viele Touristen ankommen oder abreisen. In Tirana gibt es eine interessante Mischung aus modernen Einflüssen und Überbleibseln aus der Zeit der Isolation zu besichtigen. Schicke Bars treffen auf sozialistische Architektur, man spürt eine Aufbruchsstimmung in der Stadt und hat als Besucher viele Möglichkeiten:

· In Blloku wird abends gefeiert: Bars, Biergärten, Clubs und Restaurants laden im Vergnügungsviertel Partygänger dazu ein, die Nächte durchzumachen.

· Wer schnelles Internet benötigt und zum Beispiel auf der Suche nach den besten Online Casinos ist, kann in eines der Co Working Spaces der Stadt gehen oder es in einem der schicken Cafés versuchen.

· Im Einkaufszentrum „Galeria“ kommen Shopping-Freunde auf ihre Kosten und können durch die neuesten Trends stöbern.

· Das Tirana Institute of Contemporary Art lädt dazu ein, zeitgenössische Kunst zu bestaunen.

Doch auch abseits der Hauptstadt hat Albanien viel zu bieten und lockt mit tollen Stränden und unberührter Natur.

Die beliebtesten Badeorte Albaniens

Besonders beliebt sind die Badeorte im Süden, allen voran Ksamil, Vlora und Saranda. Entlang der albanischen Riviera warten Buchten mit glasklarem Wasser auf die Besucher, die noch lange nicht jedes Fleckchen Küste erobert haben. Zwar gibt es auch dort schon viele Hotels und kleine touristische Zentren – mit dem Touristen-Aufkommen anderer europäischer Destinationen ist der Ansturm aber nicht vergleichbar.

Nicht verpassen: Berat und Gjirokastra

Zwischen den Stränden im Süden und der Hauptstadt Tirana liegen die Städte Berat und Gjirokastra. Sie beide sind UNESCO-Weltkulturerbe und für ihr spezielles Stadtbild bekannt.

Berat: Die „Stadt der tausend Fenster“ hat eine schöne Altstadt und eine auf einem Hügel über der Stadt thronende Burg.

Gjirokastra: Die Stadt ist das kulturelle Zentrum Südalbaniens und wird ebenfalls von einem Burgfelsen dominiert.

Die albanischen Alpen im Norden

Im Norden des Landes werden die albanischen Alpen immer beliebter. Wandertouristen kommen in Scharen und genießen die unberührte, wunderschöne Natur. Shkodra gilt als Ausgangspunkt für viele Wandertouren – die 2.500 Jahre alte Stadt ist malerisch an einem See gelegen und schon nur für sich genommen einen Besuch wert.

Die Anreise nach Albanien

Touristen kommen nach Albanien entweder über Land aus Montenegro oder Griechenland oder mit dem Flugzeug. Neben der Möglichkeit nach Tirana zu fliegen, gibt es noch eine weitere Option. Vor der Südküste Albaniens liegt die griechische Insel Korfu. Von dort ist man mit der Fähre in 30 bis 60 Minuten in Albanien und kann diese beiden Destinationen gut miteinander verbinden.

Die beste Reisezeit

In den Sommermonaten Juli und August kann es an den Stränden im Süden ganz schön voll werden. Darüber hinaus ist es in diesen Monaten sehr heiß. April bis Juni und September bis Oktober sind daher die besten Reisemonate für Albanien – in der Nebensaison ist alles nochmal günstiger und darüber hinaus weniger heiß.

Albanien: Absolut eine Reise wert

Albanien ist eine Reise wert und wer sich traut, die Herausforderungen des unbekannten Abenteuers anzunehmen, kann in dem kleinen Balkan-Staat eine unvergessliche Zeit haben.