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Die Hochzeitssaison ist in vollem Gange – So könnt auch Ihr, Hochzeit und Ehe richtig vorbereiten

Archivartikel

Die diesjährige Hochzeitssaison ist bereits in vollem Gange. Wer in diesem Jahr noch heiraten möchte, ist, dank ausgebuchter Locations und begrenzter Termine im Standesamt, bereits jetzt spät dran. Deshalb gilt: Spätestens ein Jahr vor dem geplanten Hochzeitstermin beginnen die Planungen. Immerhin soll die Hochzeit der „schönste Tag im Leben“ werden. Da bedarf es einiger Vorbereitungen. Worauf Brautpaare ganz besonders achten müssen, damit ihre Hochzeit wirklich perfekt wird, erläutert dieser Beitrag.

Ein Jahr vorher: Die Papeterie

Zuletzt wurde selten so viel geheiratet wie heutzutage. Seit 2011 sinken zudem die Scheidungsraten in Rheinland-Pfalz kontinuierlich. Grundsätzlich ist das eine sehr positive Entwicklung. Sie bedeutet natürlich auch, dass die Hochzeitsvorbereitungen immer früher anfangen müssen, damit alle Dienstleister am geplanten Datum auch Zeit haben. Die Gäste sind ebenfalls möglichst frühzeitig über die anstehende Hochzeit zu informieren, damit sie sich den Tag freihalten können. Deshalb verschicken viele Paare bereits ein Jahr vor dem großen Tag sogenannte save-the-date-Kärtchen. Dies sind häufig kleine Postkarten, auf denen lediglich das Datum vermerkt ist, an dem die Brautleute heiraten möchten. Die richtigen Einladungskarten verschickt das Brautpaar dann etwa vier bis sechs Monate vor dem Termin. Bereits bei der Auswahl der save-the-date-Karten legen Brautpaare großen Wert auf das Design. Viele Bräute wünschen sich, dass die gesamte Papeterie in einem identischen Design gehalten wird. Sie zieht sich als roter Faden durch die Hochzeit. Folgende Dinge gehören zur Papeterie:

Save-the-date-Karten: Etwa ein Jahr vor der Hochzeit verschicken

Einladungskarten: Etwa Ein halbes Jahr vor der Hochzeit verschickten

Kirchenhefte, in denen die Gäste Liedtexte und Bibelstellen finden: Drucken lassen, sobald die Details der Trauung mit dem Pfarrer besprochen sind

Tischkarten sowie Menükarten beim späteren Essen: Drucken lassen, sobald Gästezahl, Tischanzahl und Menüfolge geplant ist

Falls gewünscht: Ballonkarten für die Hochzeitsfeier: Etwa 2 Monate vor der Hochzeit drucken lassen

Danksagungen, etwa vier Wochen nach der Hochzeit verschicken: Etwa 2 Monat vor der Hochzeit drucken lassen, spätestens zwei Wochen nach der Hochzeit

Um wirklich individuelle Karten zu bekommen, die wirklich mit Liebe zum Detail gemacht sind, erstellen viele Brautpaare die Karten online selbst. Hierzu gibt es zahlreiche Online-Shops die ganze Sets anbieten und so einen individuellen und homogenen Stil mit einfachen Mitteln ermöglichen. So findet sich das Design auf allen Karten wieder. Das Brautpaar kann ganz einfach die eigenen Texte und Bilder einfügen und alle Karten inklusive Umschläge nach Hause schicken lassen. Kundenorientierte Kartenmanufakturen wie etwa Meine-Kartemanufaktur bieten zudem die Möglichkeit, sich Mustersets kostenfrei nach Hause zu bestellen, um das Design vor der eigentlichen Bestellung live sehen zu können. So können sich die Brautleute vorab von der Qualität der Papeterie überzeugen und gehen bei der Wahl kein finanzielles Risiko ein.

Die Finanzen sind ein heikles, aber wichtiges Thema

Im Rahmen der Hochzeitsvorbereitungen herrschen oft „positive“ Themen vor: Die Wahl des Essens, der Musik oder des perfekten Brautkleids. Doch auch ernsthafte Dinge sollten im Vorfeld der Eheschließung geklärt werden.

 

Ein wichtiger Punkt ist das  Hochzeitsbudget. Essen, Musik, Papeterie, Location, Brautkleid und Hochzeitsanzug – das alles kostet Geld. Manche Brautpaare nehmen deshalb einen Hochzeitskredit auf, andere sparen an der einen oder anderen Ecke. In jedem Fall sollte das Budget im Vorfeld klar festgelegt werden.

 

Kontovollmachten klären

Zu den häufigsten Gründe für Zerwürfnisse in einer Partnerschaften zählen die Finanzen. Diesem Problem können Paare aber mit einer gut strukturierten Lösung begegnen. Möchten die Eheleute nach der Hochzeit ausschließlich ein gemeinsames Konto führen? Behält jeder ein eigenes Girokonto oder ist eine Kombination aus beidem die perfekte Wahl? Diese Fragen sollten Paare im Vorfeld klären.

 

Ehevertrag schließen oder nicht?

In erster Linie ist die Ehe nach ein zivilrechtlicher Vertrag, den zwei Menschen eingehen. Nach der Hochzeit leben die Eheleute in vielen Fällen in einer Zugewinngemeinschaft, in denen beiden Ehepartnern alles gemeinsam gehört, was sie in der Ehe erwirtschaften. Hiervon können sie aber prinzipiell abweichen. Dafür müssen die Eheleute einen Ehevertrag abschließen und diesen bei einem Notar beglaubigen lassen.

 

Nicht wenige Menschen finden die Vorstellung unromantisch, bereits vor der Eheschließung an eine mögliche Scheidung zu denken. Doch grundsätzlich ist die Idee eines Ehevertrags jedoch positiv zu bewerten: So wird es bei einer etwaigen Scheidung fair und gerecht für alle Beteiligten zugehen, da alles Wichtige bereits im Vorfeld geklärt wurde

 

Kinder, ja oder nein?

Die Grundsatzfrage, ob beide Partner Kinder möchten, sollte unbedingt klar beantwortet sein, bevor das JA-Wort fällt. Falls die Vorstellungen an dieser Stelle gegensätzlich sind, kann sich das zu einem unüberbrückbaren Problem entwickeln. Fällt die Entscheidung, gemeinsam eine Familie zu gründen, ist es ratsam die zukünftige Arbeitsteilung im Alltag zu besprechen. Diese Fragen sollten sich Paare in diesem Zusammenhang stellen:

 

  1. Wer nimmt nach der Geburt wie lange Elternzeit?
  2. Soll das Kind getauft werden – und falls ja, welcher Konfession soll es angehören?
  3. Wer geht wann wieder arbeiten und wie wird die Betreuung des Kindes dann geregelt?

 

Meist ist die berufliche Situation der ausschlaggebende Grund, der die Aufgabenverteilung maßgeblich beeinflusst. Doch sollte Geld allein nicht die größte Rolle spielen, sondern das Kindeswohl und das individuelle Wohl beider Partner im Mittelpunkt stehen. Letztlich müssen alle Beteiligten zufrieden und glücklich mit der Lösung sein.

Kirche, freie Trauung, Standesamt – die Qual der Wahl

Immer weniger Menschen sind heutzutage religiös. Viele Paare heiraten sogar ausschließlich standesamtlich. Manche möchten zusätzlich in einer freien Trauung einen Segen erhalten oder sich das Sakrament der Ehe spenden lassen. Hier kommt es ganz auf die persönlichen Vorstellungen der beiden Brautleute an. Natürlich ist die Form der Eheschließung auch abhängig von der Kirchenzugehörigkeit. Katholisch heiraten können beispielsweise ausschließlich Paare, bei denen ein Partner katholisch ist. Für eine evangelische Trauung gilt das Entsprechende. Eine freie Trauung wird ohne kirchlichen Bezug durchgeführt und kann für all jene Paare interessant sein, die nicht in einer Kirche getraut werden möchten.

 

Verpflichtend und rechtlich anerkannt ist in Deutschland in jedem Fall ausschließlich die standesamtliche Trauung. Es ist grundsätzlich möglich, ohne vorherige standesamtliche Hochzeit kirchlich zu heiraten, allerdings ist diese Ehe dann gesetzlich nicht anerkannt. Der Termin im Standesamt ist also ein Pflichttermin. Die Anmeldung dazu kann frühestens sechs Monate im Voraus erfolgen, obwohl manche Standesämter bereits ein Jahr im Voraus Termine reservieren. Hier lohnt es sich, im ausgewählten Standesamt nachzufragen.

 

Für eine standesamtliche Hochzeit sind Trauzeugen möglich, aber kein Muss. Brautpaare können einen, zwei oder eben auch keinen Trauzeugen benennen. Bei freien und evangelischen Trauungen gelten die gleichen Regeln. Allein in der katholischen Kirche sind nach wie vor zwei Trauzeugen verpflichtend. Diese müssen allerdings nicht katholisch sein.

Das Brautkleid oder der Traum in Weiß

Neben dem eigentlichen Hochzeitstag ist der Tag, an dem die Braut ihr Kleid kauft, einer der schönsten in ihrem Leben. Häufig werden bereits im Vorfeld online die Kataloge von Brautgeschäften durchstöbert, Termine werden gemacht und manche Bräute kommen mit einer Gruppe von Freundinnen zur Anprobe. Das Brautkleid ist das Statussymbol der Braut – wenngleich es natürlich nicht vorgeschrieben ist. Die Braut könnte theoretisch auch in Jeans heiraten. Die meisten Bräute entscheiden sich dennoch nach wie vor für ein weißes, langes Kleid. Das hebt sie von den Gästen ab und vermittelt ihr das Gefühl, für einen Tag eine Prinzessin zu sein.

 

Das einzige Manko: Das Brautkleid ist in der Regel sehr teuer und wird nur ein einziges Mal getragen. Manche Bräute geben vierstellige Summen nur für ein Brautkleid aus. Hinzu kommen dann die Kosten für Schuhe, Reifrock, Schleier, Schmuck, Unterwäsche und vieles mehr. Ein neuer Trend soll die Kosten senken und ist daher gerade für Bräute mit kleinem Budget eine Idee: Brautkleider leihen. Manche Brautmodengeschäfte bieten an, einzelne Brautkleider gegen eine geringe Gebühr zu verleihen. So kann die Braut sich wie eine Prinzessin fühlen, ohne große Summen ausgeben zu müssen. Natürlich passt das Kleid dank Änderungen wie angegossen. Nach der Leihe wird das Kleid professionell gereinigt und dann für die nächste Braut zur Verfügung gestellt.