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Die Suche nach der Motivation: Mehr Anreize, mehr Erfolg

Archivartikel

Der Alltag ist häufig geprägt von Tätigkeiten, die mehr Pflicht als Spaß bedeuten. Entsprechend schwer fällt es, eben solche Tätigkeiten zu erledigen – von der schmutzigen Küche zuhause bis zur unfertigen Präsentation für die Arbeit bleiben Aufgaben liegen oder werden nur mit Widerwillen angegangen. Was fehlt, sind positive Anreize, die für mehr Motivation sorgen.

Warum die Motivation so oft fehlt – und wo sie herkommt

In vielen Alltagssituationen fällt es also schwer, das zu tun, was noch zu erledigen ist. Die „To-Dos“ werden lange Zeit vor sich hergeschoben, oftmals so lange, bis die Zeit drängt und somit ein Gefühl von Stress entsteht. Als Prokrastination wird eine solche Verhaltensweise bezeichnet und diese kennt fast jeder Mensch aus eigener Erfahrung. Daraus resultierend fühlen sich viele Menschen dauergestresst, sozusagen stets unter dem Gefühl, die ausstehenden Aufgaben kaum noch in der vorgesehenen Zeit bewältigen zu können. Sinnvoll wäre also, diese Verhaltensweise zu ändern und dafür muss bekanntlich an der Ursache des Problems angesetzt werden. Als diese Ursache wird gerne die fehlende Motivation vorgeschoben, doch ganz so einfach sind die Zusammenhänge nicht. Denn die Forschung hat herausgefunden: Nicht wir warten auf die Motivation, sondern die Motivation wartet auf uns.

Motivation und Volition: Eine Abgrenzung

Die Motivation als Begriff ist den meisten Menschen geläufig. Sie bezeichnet die Gesamtheit der Einflüsse, Handlungen, Beweggründe & Co, welche einen zu einer bestimmten Handlungsweise veranlassen. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach: Je mehr gute Gründe es für eine Handlung gibt, beispielsweise für die Erledigung der Hausarbeit, desto größer ist die Chance, dass wir diese ausführen. Wer hingegen wenig Sinn in einer Handlung sieht, wird diese auch nicht durchführen. Auf die eine oder andere Art und Weise hängt Motivation also mit dem Belohnungssystem zusammen und steuert quasi jede Handlung im Alltag, meistens völlig unbewusst. Ein Gefühl von Motivation oder Demotivation kennt daher jeder Mensch aus eigener Erfahrung.

Weniger geläufig ist hingegen der Begriff der Volition, er ist aber mindestens genauso wichtig, um das Thema zu verstehen – und um seine Motivation zukünftig positiv beeinflussen zu können. Die Volition beschreibt die willentliche Umsetzung von Zielen durch eine Form der Selbststeuerung. Die eigenen Gedanken, Handlungen, Emotionen & Co werden also so gesteuert, dass innere sowie äußere Widerstände überwunden werden. Die Volition ist demnach ein wirksames Mittel gegen die Prokrastination und kann die eigentlich unbewusste Motivation auf einer bewussten Ebene beeinflussen. Wer also ein hohes Maß an Volition besitzt, kann sich selbst (besser) motivieren. Die Volition hängt somit auch unmittelbar mit der Willenskraft einer Person zusammen. Die gute Nachricht lautet aber: Solche Eigenschaften sind nicht gottgegeben, sondern sie können erworben oder trainiert werden. Vor allem, wer oft unter Gefühlen der Demotivation oder unter einer Prokrastination leidet, sollte sich daher intensiv mit dem Thema der Volition auseinandersetzen, diese trainieren und dadurch seine Motivation erhöhen.

Mehr Volition – aber wie?

Wer sich mehr Motivation und weniger Prokrastination wünscht, muss demnach an seiner Volition arbeiten. Es lohnt sich daher, sich einmal intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn Volition ist die Fähigkeit, quasi all seine Wunschvorstellungen zur Realität werden zu lassen durch reine Willenskraft. Natürlich spielen dabei manchmal auch andere Faktoren eine Rolle, beispielsweise gelten für die Karriere auch soziale Kontakte oder etwas Glück als wichtige Erfolgsfaktoren. Dennoch ermöglicht Volition zumindest alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die eigenen Ziele mit Willenskraft sowie Umsetzungskompetenz zu erreichen. Und das gilt längst nicht nur für das Berufsleben, sondern ebenso für private Ziele. Viele Menschen sehen daher in der Volition die größte aller menschlichen Stärken. Es gibt also viele gute Gründe, um nach (mehr) Volition zu streben. Die Frage lautet aber: Wie?

Erst einmal ist wichtig zu wissen, dass die Volition eine Kompetenz ist, die wiederum aus fünf Teilkompetenzen besteht. Es handelt sich dabei um:

  1. Prioritäten: Die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Unwesentliche beiseite zu schieben, ist ein wirksames Mittel gegen die Prokrastination und hilft somit dabei, die eigenen Ziele (schneller) zu erreichen. Es gilt, seine Prioritäten stets im Blick zu behalten und somit seine Ziele niemals aus den Augen zu verlieren. Zudem bleibt mehr Zeit und Energie für das wirklich Wichtige, anstatt diese mit „Verdrängungstätigkeiten“ zu verpulvern.
  2. Selbstdisziplin: Volition bedeutet somit stets auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Es gilt, sich immer wieder seine Prioritäten vor die Augen zu führen und somit einen Sinn zu haben, die jeweilige Aufgabe anzugehen. Die eigenen Ziele und Prioritäten sorgen also für einen inneren Antrieb anstelle eines äußeren Zwangs – und somit auch für größere Erfolge mit weniger Stress.
  3. Selbstvertrauen: Menschen mit einem hohen Maß an Volition verfügen in der Regel auch über ein gesundes Selbstvertrauen. Sie trauen sich also zu, ihre Ziele zu erreichen. Dadurch erscheinen sie in greifbarer Nähe. Die Belohnung wartet sozusagen schon in Kürze, was wiederum die Motivation erhöht.
  4. Stimmung: Es ist aber auch die emotionale Stimmung, welche eine wichtige Rolle bei der Thematik spielt. Wer zuversichtlich ist und positive Gefühle mit der Handlung verbindet, wird motivierter an die Sache herangehen als unter Zwang oder mit negativen Emotionen. Es geht also darum, einen Spaß an der jeweiligen Tätigkeit zu finden, anstatt sich zu dieser überwinden zu müssen. Diese Stimmung lässt sich durchaus bewusst beeinflussen, indem die eigene Einstellung geändert wird. Hierzu ein anschauliches Beispiel: Wer sich nicht zum Putzen motivieren kann, weil die saubere Wohnung nicht Belohnung genug ist, der kann das Putzen vielleicht als Workout sehen. Es verbrennt schließlich rund 279 Kalorien pro Stunde und so kann man sich anschließend guten Gewissens mit einem köstlichen Essen verwöhnen. Dadurch entsteht eine neue Sichtweise auf das Thema, ja eine neue Motivation.
  5. Voraussicht: Volition geht somit stets auch mit einer gewissen Voraussicht einher. Es gilt, stets einen Blick in die Zukunft zu werfen und somit auf die Frage, welche Konsequenzen das eigene Handeln hat. Je realistischer die Szenarien gegenübergestellt werden, desto höher ist natürlich die Motivation, so zu handeln, dass das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Auch hierfür dient das Putzen als Beispiel: Wer sofort putzt, kann entspannt in das Wochenende starten und lässt Raum für Spontanität. Wer es hingegen aufschiebt, muss vielleicht am Samstag früh morgens aufstehen oder für den Samstagabend seinen Freunden absagen, da die Wohnung nicht „gästetauglich“ aussieht. Auch solche Gedankenspiele können die Motivation erhöhen.

Wer also über diese Kompetenzen verfügt beziehungsweise an diesen arbeitet, der kann in der Regel seine Volition erhöhen. Und die Volition wiederum befähigt dazu, eine intrinsische Motivation zu entwickeln – und beizubehalten.

Extrinsisch vs. intrinsisch: Arten von Motivation

Mit der intrinsischen Motivation ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Denn die meisten Menschen können zwar etwas mit dem Begriff der Motivation anfangen, wie eingangs geschildert. Nur wenige Personen wissen aber, dass es unterschiedliche Arten der Motivation gibt. Auch diese zu kennen, ist aber wichtig, um die eigene Motivation bewusst sowie positiv beeinflussen zu können. Ziel der Volition ist also stets, mehr intrinsische Motivation hervorzurufen. Unterschieden wird nämlich zwischen folgenden zwei Arten:

  • Extrinsische Motivation bedeutet, dass der Antrieb für eine Handlung aus äußeren Faktoren resultiert. Eine Aufgabe wird also in der Erwartung erledigt, dass darauf eine Belohnung erfolgt, zum Beispiel materieller Art oder in Form von Anerkennung.
  • Intrinsische Motivation beschreibt hingegen einen Antrieb aus inneren Faktoren. Die Handlung wird um der Handlung selbst ausgeführt, weil sie beispielsweise Spaß bereitet oder den eigenen Werten entspricht.

Nicht immer ist eine klare Unterscheidung der extrinsischen sowie intrinsischen Motivation möglich. Schließlich können auch mehrere Motivatoren aus beiden Bereichen zusammenspielen. In beiden Fällen stellt die Motivation aber die logische Konsequenz aus der Volition dar. Volition ist demnach die Willensbildung und die Motivation die anschließende Willensdurchsetzung. Sie bedingen und ergänzen sich gegenseitig. Übrigens kann die Motivation noch nach weiteren Merkmalen unterschieden werden. Es gibt beispielsweise eine aufgabenorientierte oder kontextorientierte Motivation.

Selbstwirksamkeit und Erfolg als Motivatoren 

Die Wäsche wartet nur darauf, endlich in die Waschmaschine verfrachtet zu werden und was genau hindert uns eigentlich daran, der Wohnung mit dem Staubsauger schnell wenigstens wieder ein gewisses Maß an Sauberkeit zu gönnen? Für gewöhnlich hindern wir uns selbst, insbesondere bei Aufgaben, die wir nur mit Widerwillen übernehmen. Sei es also beim Hausputz, im Arbeitsalltag, beim Lernen für die Uni oder in vielen weiteren Lebenssituationen: Nur allzu oft lässt einen die Motivation im Stich und es stellt sich die Frage, wie diese bewusst hergestellt sowie erhöht werden kann? Auch an dieser Stelle kommen zwei wichtige Faktoren ins Spiel:

  • Aussicht auf Erfolg und
  • Selbstwirksamkeit sowie Kompetenzerleben.

Wenn also die Volition vorhanden, sozusagen der Wille gebildet, ist, fehlt noch die Durchsetzung. Hierfür ist es wichtig, dass die betreffende Person davon überzeugt ist, ihr Ziel überhaupt erreichen zu können. Je größer die Aussicht auf Erfolg ist, desto größer ist in der Regel auch die Motivation. Wer hingegen denkt, dass das Ziel ohnehin in weiter Ferne liegt, vielleicht sogar unerreichbar ist, der wird die entsprechende Handlung (noch) nicht ausüben. Weiterhin muss ein Mensch positive Erfahrungen mit der Selbstwirksamkeit und dem Kompetenzerleben machen. Das bedeutet: Wer erlebt hat, dass er eine Herausforderung aus eigener Kraft meistern kann und die dafür notwendigen Kompetenzen besitzt, der schöpft daraus Motivation für zukünftige Herausforderungen. In der Konsequenz führen diese beiden Faktoren dazu, dass sich Motivation von selbst verstärken kann, sobald erste Erfolgserlebnisse eintreten. Die Überwindung, aus der Volition tatsächliche Motivation zu schöpfen, wird somit von Mal zu Mal geringer. Auch Motivation lässt sich also sprichwörtlich trainieren.

Mehr Motivation – mit den richtigen Anreizen

Erfolg funktioniert aber nicht allein als Verstärker der Motivation, er ist zugleich auch die Belohnung dafür, eine Aufgabe zu Ende gebracht zu haben. Er ist damit einer von vielen möglichen Anreizen, die zu mehr Motivation führen. Das Praktische an diesen Anreizen: Wir selber können diese setzen und so unser Verhalten gezielt ändern. Das funktioniert zum Beispiel beim Sport, aber ebenso in allen anderen Lebenssituationen. Ein wichtiges Stichwort ist diesbezüglich bereits gefallen, und zwar die Belohnung. Wer sich mit dem Thema der Motivation auseinandersetzt, kommt also um das Belohnungssystem nicht herum. Denn dieses spielt eine grundlegende Rolle, um überhaupt Motivation spüren zu können – aber auch, um diese bewusst zu beeinflussen.

Die Rolle von Belohnungen für (mehr) Motivation

Um das Belohnungssystem des Gehirns zu erklären, wird gerne der Vergleich mit einem Hund vorgenommen. Schließlich waren es auch die berühmten Versuche am Hund zur klassischen Konditionierung, die diesbezüglich wichtige Erkenntnisse hervorgebracht haben. Fakt ist: Das Belohnungssystem steuert zu großen Teilen das Verhalten eines Hundes, aber eben auch eines Menschen. Wer eine Belohnung erwartet, wird so handeln, dass er diese Belohnung erhält, lässt sich das Ergebnis in Kürze zusammenfassen. Der Hund macht also „Sitz“, weil er weiß, dass er dafür eine Belohnung bekommt. Aber auch die Erwartung einer Bestrafung kann eine Motivation sein, beispielsweise Schläge, wenn der Hund nicht auf das Kommando hört. Zweifelsohne ist aber in jedem Fall die Motivation durch Belohnung die bessere Wahl – auch bei Menschen. 

Wer also versteht, wie das eigene Belohnungssystem funktioniert und beeinflusst werden kann, kann sich dadurch selbst motivieren. Wüsste der Hund, dass er sich durch das Hinsetzen selbst eine Belohnung geben kann, würde er schließlich nicht auf das Kommando warten. So ähnlich funktioniert das beim Menschen: Wer sich selbst zu belohnen versteht, braucht keine Motivation von außen mehr. Wer also den Willen gefasst hat – Stichwort „Volition“ – dennoch aber Schwierigkeiten mit der Umsetzung hat, der sollte mit Belohnungen arbeiten. Dabei ist es wichtig zu verstehen, was das Gehirn als Belohnung wertet.

Was unser Gehirn als Belohnung bewertet

Dass eine Motivation durch Belohnung möglich ist, ist somit bei jedem Menschen und sogar bei vielen Tieren gleich. Wodurch sich jemand motivieren lässt, kann aber individuell unterschiedlich sein. Jeder Mensch muss somit selbst herausfinden, was für ihn eine Belohnung darstellt und wie groß dadurch die Motivation ist. Es gibt also kleinere und größere, materielle und immaterielle Motivatoren sowie viele weitere Ausprägungsformen. Ein typisches Beispiel für Belohnungen sind Liebe, Anerkennung oder Lob. Soziale Faktoren spielen also oft eine wichtige Rolle. Doch auch materielle Dinge wie das bereits erwähnte köstliche Essen, mehr Geld oder ein Geschenk können als Motivatoren dienen.

Die Ironie an der Sache ist, dass viele Menschen gar nicht wissen, was sie selbst motiviert – durchaus aber Dritte. So spielt das Belohnungssystem beispielsweise in der Werbung eine wichtige Rolle, um die Zielgruppe zu einer gewissen Handlung zu bewegen. Es wird eine Belohnung versprochen, um die Zielgruppe zu einem Kauf, einem Klick oder einer anderen gewünschten Aktion zu motivieren. Die Motivation durch Belohnung begegnet uns also in vielen alltäglichen Lebenssituationen, was uns aber erst auffällt, wenn wir bewusst darauf achten. Ein weiteres prominentes Beispiel ist das Spiel. Sei es online oder offline: Auch hierbei werden gewisse Handlungen durch gewisse Anreize ausgelöst. So sind beispielsweise Freispiele oder Bonusrunden eine beliebte Maßnahme, um den Spieler zum Weiterspielen zu ermuntern. Aber auch der Wunsch, ganz oben auf einer Rangliste zu stehen und dadurch Selbstbewusstsein zu tanken, ein gewisses Level zu erreichen und dadurch einen Bonus zu bekommen, oder ähnliche „Belohnungen“ werden beim Spielen als Motivatoren genutzt. Diesen Effekt machen sich nun immer mehr Lehrende in Form einer Gamification zunutze, sprich besseres Lernen durch eine spielerische Motivation. Die Vielfalt, wie Belohnungen eingesetzt werden (können), ist also beinahe endlos.

Zwischen Motivation und Manipulation

Im Job liegt das Konzept auf der Hand, denn bessere Leistungen versprechen Vorteile wie Beförderungen, Gehaltserhöhungen & Co. Weniger offensichtlich ist der Zusammenhang im Privatleben, doch selbst dort sind Belohnungen allgegenwärtig. Wenn sich eine Frau für ein Date „aufhübscht“, dann in der Erwartung, dafür ein Kompliment oder Zuneigung vom Gegenüber zu bekommen. Wenn ein Mann einer Fußballmannschaft beitritt und viel Zeit sowie Energie für das Training opfert, dann für das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Anerkennung durch die Mannschaft. Die Liste an Beispielen könnte ewig weitergeführt werden. Dafür eine Sensibilität zu entwickeln, macht Menschen also weniger anfällig für Manipulationen durch äußere Faktoren oder Dritte. Stattdessen kann und sollte das Belohnungssystem genutzt werden, um die eigene Motivation in all diesen und sämtlichen weiteren Lebensbereichen selbst zu steuern – um sich sozusagen selbst zu manipulieren.

Wie das Belohnungssystem funktioniert

Wer also weiß, wie das Belohnungssystem funktioniert, der kann dieses bewusst aktivieren. Ziel ist, durch eine Belohnung eine Ausschüttung von Glückshormonen hervorzurufen und dadurch seinem Gehirn einen Motivationsschub zu verpassen. Hierfür wird mit psychologischen Tricks gearbeitet. Der erste Schritt besteht in der bereits erwähnten Volition. Wer die genannten Kompetenzen trainiert, genießt somit beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben. Die Prioritäten legen zudem fest, wofür wir uns überhaupt motivieren sollen beziehungsweise wollen. Es gilt also, sich konkrete Ziele zu stecken. Je weiter diese jedoch in der Zukunft liegen, desto wichtiger ist es, sie in Zwischenziele zu unterteilen. Es sollten nämlich schnell und in regelmäßigen Abständen nennenswerte Erfolgserlebnisse, sprich solche Belohnungen, eintreten, um die Motivation auf einem hohen Level zu halten. Ist die Zielerreichung selbst als Motivator nicht ausreichend, können zusätzliche Belohnungen mit ihr in Verbindung gesetzt werden. Dafür einige Beispiele:

  • Wenn ich dieses Kapitel gelernt habe, gönne ich mir eine halbstündige Pause und sehe mir eine Folge meiner Lieblingsserie an.
  • Wenn ich das Projekt für die Arbeit abgeschlossen habe, mache ich eine Städtereise über ein verlängertes Wochenende.
  • Wenn ich die Wohnung geputzt habe, koche ich mir mein Lieblingsessen.
  • Wenn ich diese Woche dreimal im Training war, mache ich dafür einen „Cheat Day“.

Auch diese Liste könnte ewig weitergeführt werden. Fakt ist also: Unsere Motivation haben wir selbst in der Hand. Denn für jeden Menschen gibt es eine Belohnung, die als Motivation ausreicht, um gewisse Ziele zu erreichen. Sei es der Hausputz, die Karriere, das Sozialleben, der Sport…alle Lebensbereiche können erfolgreicher gestaltet werden, sobald wir verstehen, dass und wie wir uns selbst belohnen und damit motivieren können. An seiner Volition zu arbeiten und die eigene Motivation bewusst durch Belohnungen zu triggern, ist daher eine sinnvolle Lebensaufgabe für jeden Menschen. Mehr Erfolg durch mehr Anreize, das ist unterm Strich eine Formel, die aufgeht.