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Ein Umzug muss nicht teuer sein – mit diesen 4 Tipps lässt sich sparen

Archivartikel

Ein Umzug allein ist bereits ein großes Unterfangen. Es muss geplant, gepackt, bewegt und teils noch renoviert werden. Hinzu kommen die Kosten, die oft ganz und gar nicht niedrig sind. Ein Singlehaushalt kann, je nach Größe und Umfang, durchaus Umzugskosten von bis zu 2.000 Euro verursachen – Geld, das natürlich auch an anderer Stelle gebraucht werden könnte. Doch müssen die Kosten gar nicht diese Höhen erreichen, wenn die folgenden Tipps genutzt werden.

1. Günstige Transportmöglichkeiten nutzen

Ein besonders teurer Punkt beim Umzug ist das Umzugsunternehmen. Sicherlich gibt es hier auch besonders günstige Angebote und Kunden können durch Mithilfe die Kosten reduzieren, trotzdem geht die Beauftragung ins Geld. Allerdings gibt es heute wunderbare Alternativen, die allerdings Mithilfe verlangen:

  • Car-Sharing – etliche Car-Sharing-Anbieter stellen nicht nur Kleinwagen, sondern auch kleinere Transporter zur Verfügung. Bei den Transportern handelt es sich nicht um Lkw, doch auch mit einem Kastenwagen oder Sprinter lässt sich vieles transportieren. Die Nutzung der Fahrzeuge ist wesentlich günstiger als die von echten Mietwagen. Kunden müssen nur beachten, dass die Wagen nicht in einer anderen Stadt abgegeben werden können.
  • Private Vermietung – manchmal ist es möglich, Sprinter auch von privat zu mieten.
  • Anhänger – nun ist nur ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung nötig. Auf Anhänger passt vieles, wer gar das Glück hat, sich einen Pferdeanhänger leihen zu können, der wird einen guten Teil des Hausstands auf einmal transportieren können.
  • Freundeskreis – vielleicht hat auch jemand im Freundes- oder Bekanntenkreis ein geeignetes Auto. Eine gute Anlaufstelle sind immer diejenigen, die Autowerkstätten, Getränkemärkte oder auch Handwerksbetriebe haben.

Der Nachteil an diesen Angeboten ist, dass selbst mit angepackt werden muss. Es ist oft nicht möglich, Möbel im Ganzen zu transportieren, zudem sind Mehrfachfahrten notwendig. Und: Kommt es zu Schäden an den Möbeln, können diese oft nicht über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt werden. Ein Umzugsunternehmen hingegen ist versichert.

2. Freunde fragen

Dieser Tipp bezieht sich auf Mithelfer. Freunde und Bekannte können beim Umzug so viel helfen, oftmals reichen als »Bezahlung« schon die übliche Kiste Bier und die Essensbestellung. Es ist sinnvoll, die Freunde nicht einfach zu fragen, sondern vorab schon in Aufgabenbereiche einzuteilen:

  • Kartonagen – kommt ein Bekannter besonders gut an Kisten heran? Obstkartons, aber auch Kunststoffboxen sind ideale Umzugskartons und wesentlich günstiger als die Originale. Ist vielleicht sogar ein Bekannter zuletzt erst umgezogen und könnte noch Kartons besitzen?
  • Schwere Transporte – selbst wenn Möbel auseinandergebaut werden, so wiegen die Stücke noch etliches. Für diese Stücke sollte genau geschaut werden, welche Freunde sich dafür eignen und welche nicht.
  • Aufbau – in der neuen Wohnung muss natürlich die Küche aufgebaut oder die Waschmaschine angeschlossen werden. Auch nun ist es gut, jemanden zu haben, der sich mit Elektrik auskennt. Der Herd sollte beispielsweise aufgrund des Starkstromanschlusses nie von Laien angeschlossen werden.

Ist keine Hilfe aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis zu erwarten, bieten sich Studentenportale an. Diese vermitteln Studenten gerne als Umzugshelfer. Der Vorteil: Auf Wunsch bringen sie sogar einen Transporter mit, zugleich ist das Angebot versichert.

3. Finanzierung günstig gestalten

Trotz aller Sparmaßnahmen ist es oft notwendig, einen kleineren Kredit aufzunehmen. Spätestens in dem Augenblick, in dem die alte Küche nicht mehr in die neue Wohnung passt, entstehen hohe Kosten. Übrigens wird die alte Küche nicht entsorgt, sondern über die Kleinanzeigen abgegeben. So kommt wenigstens ein kleiner Geldbetrag zusammen. Der hilft zwar nicht beim Kredit, doch gibt es diese günstig, wenn Kreditnehmer aufpassen:

  • Vergleichen – Kreditangebote sollten immer verglichen werden. Dabei ist zu bedenken, dass die in der Übersicht gezeigten Zinsraten nur Beispiele sind, denn der eigentliche Zinssatz wird erst berechnet, wenn der Kunde eine Anfrage stellt. Trotzdem bietet der Vergleich den Hinweis auf günstige Angebote, sodass schon ein Anhaltspunkt besteht, bei welchem Anbieter Umzugswillige einen Kredit mit attraktiven Konditionen bekommen können.
  • Konditionen – der Kredit sollte unbedingt die Möglichkeit von Sondertilgungen oder sogar vorzeitigen Rückzahlungen bieten. Mit beiden Mitteln lässt sich die Laufzeit des Kredits verkürzen, wenn sich die eigene finanzielle Situation deutlich bessert.

Sehr viele Kredite werden heute rein online abgeschlossen. Je nach Kreditgeber ist die Bearbeitungszeit zudem sehr kurz, wobei es in diesem Punkt stets auf die eventuellen Sicherungen oder Nachweise ankommt. Reicht das Mailen der Gehaltsabrechnung aus, geht es schnell, müssen erst Fondsnachweise oder Nachweise über Wertpapiere erbracht werden, vergeht ein wenig mehr Zeit.

4. Sinnvoll packen

Erst beim Umzug merkt man, wie viel man eigentlich besitzt. Dabei macht oft der Kleinkram den größten Berg aus. Daher gilt: Unbedingt ausmisten und nicht alles mitnehmen. Und auch das richtige Packen entscheidet über den Umzug:

  • Kartons – sie werden systematisch gepackt und auf jeden Fall beschriftet. Bis zum oberen Rand einpacken ist selten eine gute Idee, gerade bei Glas, Porzellan oder Büchern besteht die Gefahr, dass der Karton reißt.
  • Wagen – in einem Transporter können die Umzugskisten oft dazu genutzt werden, Möbelstücke zusätzlich zu stabilisieren. Natürlich darf dennoch nicht auf eine ordentliche Ladungssicherung verzichtet werden. Im Auto gilt: Rückbank umklappen und die Kartons so auf die Ladefläche setzen, dass sie sich gegenseitig stützen.

Das Packen sollte immer unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, Touren einzusparen. Das spart Zeit und natürlich Geld, da weniger nachgetankt werden muss.

Fazit – Planen spart besonders

Es gibt gute Tipps, um die Kosten eines Umzugs zu reduzieren. Freunde, alternative Transportmöglichkeiten, günstige Kredite und auch das sinnvolle und sichere Packen sind die Säulen. Hinzu kommt aber noch ein ganz anderer Tipp: frühzeitig beginnen. Wer bereits früher in die neue Wohnung kann oder die Chance hat, zumindest die dortige Garage zu nutzen, der sollte immer wieder erste Kartons in die Wohnung bringen. Alles, was am Umzugstag weg ist, braucht nicht mehr transportiert zu werden. Dieser Tipp wird mit dem Ausmisten kombiniert. Was schön länger nicht mehr genutzt wurde, das kommt auch nicht mehr in die neue Wohnung.