Ratgeber

Sportlich ins neue Jahr

Fitness-Trends 2019

Archivartikel

Schneller, höher, weiter oder doch lieber ruhig und entspannt – das ist beim Blick auf die Fitnesstrends 2019 die entscheidende Frage.

Die Rahmenbedingungen für ein regelmäßiges Training werden dabei vor allem immer technischer: Statt der Mitgliedschaft im Fitnessstudio liebäugeln immer mehr Hobbysportler mit dem Online-Pendant. Fitness-Tracker und Co. sollen eine motivierende, ermahnende und überwachende Funktion gleichermaßen beisteuern. Welche Trainings- und Entspannungskonzepte angesagt sind, um den Körper heuer fit zu halten, verrät dieser Beitrag.

Ein Mix aus Power und Entspannung – das ist HIIT

Hobbysportler wissen, dass es sich bei HIIT nicht etwa um einen Schreibfehler mit Doppel-I handelt, sondern um die Abkürzung für das High Intensity Intervall Training, hinter dem sich ein besonders effektiver Mix aus Workout und Entspannung verbirgt. Kurzweilig ist das Programm allemal, denn das Workout umfasst knackige 15 bis 60 Sekunden. In dieser Zeit stehen Jumping Jacks und Springübungen auf dem Plan. Anschließend folgt eine zehn- bis 30-sekündige Phase des Gehens. Insgesamt sollte dieser Wechsel etwa 30 bis 60 Minuten vollführt werden. Gerade diese Zeitspanne macht das HIIT zum Hit für Hobbysportler mit geringem Zeitbudget.

MMA steht für eine Kombination aus Bodenkampf, Boxen, Kicken und Ringen

Mixed Martial Arts, kurz: MMA, steht für ein besonders intensives Training, bei dem Trainings- und Bewegungsabläufe bekannter Sportarten kombiniert werden: Im Fitnessstudio wird aus Elementen des Ringens, des Kickens, des Boxens und des Bodenkampfs ein vielseitiges Kraft- und Muskeltraining. Wer MMA zuhause trainieren will, braucht zur Grundausstattung einen Boxsack, der beispielsweise bei Gorilla Sports erhältlich ist, und einen Medizinball.

Fürs Bodyweight Training braucht es kein Equipment

Das ist mitunter der größte Vorteil, den diese Sportart zu bieten hat: Beim Bodyweight Training kommt es zum Trainingseffekt, weil nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird. Ein Fitnessstudio oder spezielles Equipment braucht es nicht. Allerdings brauchen Anfänger eine versierte Anleitung, um Trainingseinheiten wie den Mountain-Climber, Push-Ups und Sumo Squats auch korrekt auszuführen. Die Redaktion von fit FOR FUN hat hier einige Tipps im Video dokumentiert. Ausgeführt wird dieses Training häufig in der freien Natur, beispielsweise im Park. Zuhause in den eigenen vier Wänden ist das Training zwar nicht weniger effektiv, aber unterm Strich macht es an der frischen Luft einfach viel mehr Spaß.

Allein trainieren wird der trendbewusste Sportler in 2019 übrigens nicht. Dafür sorgt entweder der eigene Freundeskreis oder mobile Applikationen, die Sportwillige via Social Media zusammenbringen. Runtastic und Freeletics sind zwei Apps, die nicht nur einen Austausch der Trainierenden ermöglichen, sondern eben diese auch zusammenbringen.

Hyrox ist keine Sportart, sondern eine Challenge

Bei Hyrox geht es ums Laufen. Im Jahr 2017 gingen die ersten Hyrox-Läufer in Hamburg an den Start, in 2018 ging das Event in Runde 2. Das Grundprinzip von Hyrox ist eine Verquickung von einem Lauf und einem funktionellen Training. In der Praxis sieht das so aus: Nach einem Lauf, der einen Kilometer umfasst, folgt ein zwei- bis sieben-minütiges Training. Anschließend wird wieder gelaufen. Insgesamt achtmal wird die Laufrunde absolviert.

Dass im Sport 2019 noch viele weitere Challenges darauf warten, erfolgreich bezwungen zu werden, ist im Grunde fast schon ein eigener Trend. Neben Hyrox-Events reihen sich dann auch Crossfit Games, die ebenfalls den Wettbewerbsgedanken mit dem Sport verquicken.

Nachhaltig fit zu werden, ist kein Trend mehr, sondern eine Lebenseinstellung

Um ein gesundheitsbewusstes und sportliches Leben zu führen, braucht es heutzutage deutlich mehr als nur regelmäßige sportliche Übungen zu absolvieren. Es geht heute immer mehr ums große Ganze, also um nachhaltige Fitness, die sich nicht ausschließlich auf die Bewegungskomponenten fixiert, sondern ins Gesamtkonzept passt. Wer nachhaltig fit werden will, treibt Sport, um die Faktoren Fitness, Beweglichkeit und Muskulatur zu optimieren – mit dem Ziel, ein langfristig gesünderes und schmerzfreies Leben zu führen. In diesem Zusammenhang nehmen auch Ernährungskonzepte eine immer prominentere Rolle ein.

Die nachhaltige Entwicklung im Sportbereich lässt sich übrigens nicht nur im Privaten verfolgen, sondern auch in diesen zwei anderen Bereichen:

1. in der Geschäftswelt. Betriebsfitness heißt heute nicht mehr nur, dass ein Unternehmen seinen Angestellten eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio offeriert, sondern dass es auch sportliche Angebote für die Mittagszeit oder den Feierabend direkt im Betrieb gibt. Auch Personal Trainer werden in diesem Zusammenhang immer gefragter, denn sie sollen für eine gezielte und nachhaltige Anleitung der Trainierenden sorgen.

2. in der Generation 60+. Auch in diesem Jahr wird die Generation 60+ weiterhin die Fitnessstudios erobern – und der Markt stellt sich eben dort auch auf entsprechende Angebote für die älteren Damen und Herren ein. Auch hier zeigt sich, dass der Bedarf an Personal Trainern hoch ist, die dafür sorgen, dass das Training auf die körperlichen Grundlagen eines Senioren abgestimmt ist.