Ratgeber

SAUBERKEIT SORGT FÜR GESUNDHEIT

Hygienetipps für den Alltag – Die Gefahr der Ansteckung minimieren

Archivartikel

Aktuell wird deutlich, wie wichtig es ist, eine gewisse Alltagshygiene einzuhalten. Nicht nur, wenn man zur Risikogruppe einer bestimmten Krankheit gehört, sondern auch, um alle Betroffenen zu schützen und damit einen Teil für die Gesundheit der Gesellschaft beizutragen. Während das Tragen von Atemmasken mitunter nur derzeit sehr wichtig ist, sollten sich verschiedenste Hygienemaßnahmen als Standard im persönlichen Alltagsleben etablieren. Dadurch leistet zumindest jede*r Einzelne seinen/ ihren Beitrag und vermeidet gleichzeitig bestenfalls auch, selbst krank zu werden.

 

Grundsätzliches zur Ansteckung mit Krankheitserregern

Wer im Alltag vermeiden möchte, Krankheitserreger in den Körper zu befördern, sollte sich so selten wie möglich mit den Fingern ins Gesicht fassen. Denn sobald wir das Haus verlassen, kommen wir im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch in der Schule, der Universität oder am Arbeitsplatz immer wieder mit Krankheitserregern in Kontakt. Halten wir uns irgendwo fest oder fassen wir etwas an, setzen sich die Krankheitserreger an den Händen fest.

Die meisten Menschen greifen sich völlig unbewusst ins Gesicht. Etwa, weil es irgendwo juckt, aus Langeweile oder um eine nervige Hautunreinheit zu überprüfen. Doch dabei können Krankheitserreger schnell in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen.

Gerade in Zeiten, in denen sich gefährliche Viren rasant verbreiten, ist es außerdem empfehlenswert auf Händeschütteln und Umarmungen zu verzichten. Auch, wenn es schwerfallen mag, sollte ein gewisser Abstand zu Bekannten und Familienmitgliedern eingehalten werden. Sollten bestimmte Personen aus diesen Kreisen zur Risikogruppe gehören, ist dieser Abstand besonders wichtig.

Darüber hinaus sind jegliche Aufenthaltsräume – ganz egal ob auf der Arbeit oder zu Hause – regelmäßig zu lüften.

Schließlich ist auf das „richtige“ Husten und Niesen zu achten. Denn dabei werden über den Speichel und über Nasensekrete etliche Krankheitserreger in der näheren Umgebungsluft versprüht. Mittels Tröpfcheninfektion können so Krankheiten auf andere übertragen werden. Richtig Husten und Niesen geht folgendermaßen:

  • Wer hustet oder niest sollte immer mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen einhalten. Das gilt auch, wenn (noch) keine Krankheitsanzeichen vorhanden sind. Schließlich können Krankheitserreger im Körper sein, ohne dass bei einem selbst eine Krankheit auftritt. Auch dauert es bei den meisten Krankheiten einige Tage, bis diese ausbrechen.
  • Wer ein Einwegtaschentuch zur Hand hat, niest und hustet am besten in dieses hinein. Anschließend sollte es in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt werden.
  • Wer kein Taschentuch zur Hand hat, niest oder hustet am besten in die Armbeuge. Dabei ist es selbstverständlich, sich von anderen Personen abzuwenden. 
  • Nach dem Husten oder Niesen sollte so schnell wie möglich eine Toilette aufgesucht werden, in der sich gründlich die Hände gewaschen werden können.

Alles zum Thema Schutzmasken

Wovor schützen Masken?

Zwar ist der beste Schutz vor einer Infektion mit Viren und auch mit einigen Bakterien ein ausreichender Abstand zu anderen Menschen sowie eine regelmäßige Handhygiene. Dennoch helfen auch Schutzmasken (auch Mund-Nasen-Schutz genannt) dabei, Tröpfchen einzudämmen, die etwa beim Husten oder Niesen entstehen. Selbst beim normalen Sprechen mit anderen werden feine Tröpfchen in der Luft verteilt.

Wer eine Schutzmaske trägt, schützt vor allem andere vor einer eventuellen Infektion. Deshalb ist es auch wichtig, dass gerade in Zeiten sich schnell verbreitender Krankheiten, wie etwa auch COVID-19, alle eine Maske tragen.

Wie trägt man Masken richtig?

Vor dem Anlegen eines Mund-Nasen-Schutzes sollten sich die Träger*innen zunächst die Hände mit Seife waschen. Wie „richtiges“ Händewaschen funktioniert, wird im nächsten Punkt des Beitrages erläutert. Auch mit sauberen Händen sollte die Innenseite der Maske bestenfalls nicht berührt werden. Die Gummibänder werden hinter die Ohren gezogen, sodass die Maske sicher und fest über Mund und Nase liegt.

Natürlich ist eine solche Maske nicht immer angenehm und bei längerem Tragen oft nervend. Dennoch sollte auch zum eigenen Schutz darauf geachtet werden, die Maske nicht ständig zu verschieben oder an ihr zu zupfen. Denn jeder Griff an die Maske und ins Gesicht erhöht das Risiko, sich zu infizieren.

Sollte eine Maske durchfeuchtet sein, ist sie durch eine neue auszuwechseln. Es kann deshalb auch nicht schaden, immer mindestens eine Ersatzmaske mit dabeizuhaben.

Auch nach dem Absetzen der Maske (am besten zuhause) sind die Hände gründlich zu waschen. Die Maske sollte nach Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dann luftdicht aufbewahrt werden, bis sie das nächste Mal gereinigt wird. Am besten erfolgt die Reinigung so schnell, wie möglich. Sofort zu entsorgen sind hingegen Einwegmasken oder Masken, die eine Beschädigung aufweisen.

Wie bewahrt man Schutzmasken auf?

Nicht nur benutzte, sondern auch frische Masken werden bestenfalls luftdicht aufbewahrt. Benutzte Masken, die noch feucht sind, sind vor der Aufbewahrung so aufzuhängen, dass sie kontaktlos trocknen können.

Für den Transport im Auto empfehlen sich eine kleine Plastiktüte, ein Papier- oder Druckverschlussbeutel. Die Maske sollte nicht am Rückspiegel aufgehängt werden. Dort blockiert sie im ungünstigsten Fall die Sicht auf den Verkehr.

In Restaurants oder Cafés sind Schutzmasken auf keinen Fall auf dem Stuhl oder Tisch abzulegen. Stattdessen wird die Maske auch hier in einem Beutel oder einer Tasche verstaut. Das Gleiche gilt für sonstiges Unterwegssein. Niemals sollten Masken auf potenziell kontaminierten Flächen abgelegt werden.

Trocknen, waschen und desinfizieren

Eine mehrfach verwendbare Schutzmaske sollte nach jedem Gebrauch gewaschen werden. Dazu wird sie bei mindestens 60 Grad Celsius mit Vollwaschmittel in die Waschmaschine gegeben. Bleiche kann zusätzlich dabei helfen, Mikroorganismen besser abzutöten.

Wer einen Wäschetrockner hat, sollte die Maske anschließend bei höchstmöglicher Temperatur darin trocknen. Alternativ kann die gewaschene Maske auch desinfiziert werden. Das funktioniert, indem sie bei mindestens 165 Grad gebügelt wird. Selbst der Backofen kann eine Lösung sein. Darin wird ein Mund-Nasen-Schutz einfach bei 80 Grad für zwanzig bis dreißig Minuten sterilisiert.

Richtig Händewaschen

Wann sind die Hände zu waschen?

Unsere Hände kommen fast überall irgendwann mit Keimen in Kontakt – sei es beim Gang auf die Toilette, beim Streicheln eines Tieres, beim Händeschütteln oder einfach bei der Nutzung von Gegenständen, die mehrere Personen nutzen. Wer mit den Händen dann das Gesicht berührt, läuft Gefahr, dass die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen. Hier können sie schließlich eine Infektion auslösen.

Durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen wird der erläuterte Übertragungsweg unterbrochen. Händewaschen kann nicht nur die eigene, sondern auch die Ansteckungsgefahr für Mitmenschen verringern.

Die Hände sind immer zu waschen, wenn man

  • eine frische Schutzmaske aufzieht oder eine benutzte Maske abzieht,
  • nach Hause kommt,
  • geniest oder gehustet hat,
  • von der Toilette kommt,
  • mit Abfall in Kontakt gekommen ist,
  • mit Tieren, tierischen Abfällen oder Tierfutter in Berührung gekommen ist,
  • Fleisch und Fisch, aber auch wenn man andere Lebensmittel verarbeitet hat,
  • Windeln gewechselt oder einer anderen Person beim Toilettengang geholfen hat,
  • etwas essen möchte,
  • mit Medikamenten oder Kosmetika hantiert,
  • mit Kranken in Kontakt kommt
  • und wenn man Wunden behandelt.

Gründlich Händewaschen in fünf Schritten

Händewaschen ist nicht gleich Händewaschen. Denn Krankheitskeime sind oft hartnäckig und lassen sich durch kurzes Abspülen mit Wasser nicht immer restlos entfernen. Vor allem die Fingerspitzen oder auch der Handrücken werden beim Waschen der Hände oft – ganz unbemerkt und unbewusst – vernachlässigt. Mit folgenden fünf Schritten lassen sich die Hände allerdings bestmöglich reinigen:

  1. Zunächst werden die Hände unter das fließende Wasser gehalten. Die Temperatur spielt dabei keine Rolle.
  2. Sind die Hände nass, werden sie gründlich eingeseift. Eine erbsengroße Menge an Seife reicht oftmals aus, mehr kann aber nicht schaden. Wichtig ist, dass dabei auch die Fingerspitzen und der Handrücken sowie der Daumen und die Fingerzwischenräume eingeseift werden. Gerade bei längeren Fingernägeln ist es wichtig, auf ein gründliches Einseifen der Fingerspitzen sowie der Nägel selbst zu achten. Flüssigseifen sind übrigens gerade auf öffentlichen Toiletten immer die bessere Wahl.
  3. Die Seife ist an allen Stellen der Hände ein paar Sekunden einzureiben. Dieser Prozess kann durchaus eine halbe Minute dauern. Das mag übertrieben klingen – nur auf diese Weise allerdings ist eine wirklich umfassende Reinigung garantiert.
  4. Nachdem die Seife einmassiert wurde, werden die Hände wieder unter fließendem Wasser gründlich abgespült. Wer die Hände auf einer öffentlichen Toilette wäscht, sollte den Wasserhahn nach dem Händewaschen mit dem Ellenbogen schließen.
  5. Im letzten Schritt werden die Hände am besten mit Einmalhandtüchern gründlich abgetrocknet. Auch die Fingerzwischenräume sollten vollständig trocken sein. In den eigenen vier Wänden kann ein normales Handtuch genutzt werden. Bestenfalls hat dann aber jedes Familienmitglied sein eigenes Handtuch. Für Gäste können kleine Gästehandtücher für die Einmalbenutzung oder zusätzliche Einweghandtücher genutzt werden.

Hygienemaßnahmen beim Einkaufen

Der Supermarkt und das Einkaufen generell gelten als eine der größten Gefahrenquellen für die Infektion mit Krankheiten. Deshalb sind dabei besondere Maßnahmen zu beachten.

  • Um sich selbst und die anderen Einkaufenden zu schützen ist beim Einkaufen ganz besonders auf einen Mindestabstand zu den Mitmenschen zu achten. Mindestens 1,5 Meter sollte man sich voneinander entfernt aufhalten.
  • Das Benutzen eines Einkaufswagens kann als natürlicher „Abstandshalter“ zu anderen dienen. Ein Einkaufswagen ist gerade in Zeiten hoher Infektionszahlen daher zu empfehlen.
  • Gerade im Supermarkt ist darauf zu achten, dass beim Niesen oder Husten stets die Armbeuge vors Gesicht gehalten wird.

  • Im Idealfall berührt jeder Einkaufende nur die Produkte, die er auch tatsächlich einpacken und kaufen wird.
  • An der Kasse ist es wichtig, Abstand zu anderen zu halten.
  • Gezahlt wird gerade in Zeiten von grassierenden Krankheitswellen am besten bargeldlos. Der Großteil der Deutschen zahlt leider immer noch am liebsten bar. Mobiles Bezahlen, beispielsweise mit dem Smartphone, ist hingegen immer noch kaum verbreitet. Dabei funktioniert dies eigentlich ganz einfach und die Zahl der Anbieter mobiler Bezahllösungen steigt auch stark an.

Was bringen Desinfektionsmittel?

Sowohl in Geschäften, als auch in anderen öffentlichen Einrichtungen stehen oftmals Desinfektionsmittel am Eingang zur Verfügung. Manchmal wird darauf hingewiesen, dass man sich vor Betreten des Gebäudes die Hände desinfizieren soll. Aber was bringt das genau und ist es wirklich notwendig?

Desinfektionsmittel helfen dabei, die Zahl der Mikroben in der Umgebung sowie auf den Händen und der Haut einzudämmen. Sie enthalten aber auch Inhaltsstoffe, die Natur und Körper schaden können. Wichtig ist, dass sie nicht in großen Mengen und nur nach Abwägung gezielt eingesetzt werden.

In den eigenen vier Wänden sind Desinfektionsmittel nicht in allen Bereichen sinnvoll. Eine Ausnahme stellt die Infektion eines Haushaltangehörigen mit einer hochansteckenden Krankheit dar. Medizinische Einrichtungen, wie etwa Arztpraxen oder Krankenhäuser kommen ohne Desinfektionsmittel hingegen nicht aus, da eine Belastung durch Mikroben hier die Gesundheit vieler ernsthaft gefährdet.

Bei der Anwendung von Desinfektionsmitteln sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Bei jeder Anwendung eines Desinfektionsmittels müssen die Einwirkzeiten beachtet werden. Nach diesen sind mindestens 99,99 % der Krankheitserreger abgetötet.
  • Nicht zu vergessen ist auch bei Desinfektionsmitteln ein begrenztes Haltbarkeitsdatum.
  • Am besten sind „viruzid“ wirksame Desinfektionsmittel, da sie beispielsweise in der Lage sind, einen Großteil der Viren unschädlich zu machen.
  • Außerdem sind zertifizierte Desinfektionsmittel aus der Apotheke solchen aus dem Supermarkt oder Discounter immer vorzuziehen. Der Hinweis „VAH-zertifiziert“ oder „VAH-gelistet“ sollte auf solchen zertifizierten Produkten zu finden sein.
  • Nach dem Desinfizieren der trockenen Hände mit einem Desinfektionsmittel dürfen die Hände erst einmal nicht mehr gewaschen werden.

Küchenhygiene und der Umgang mit Lebensmitteln

In der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln sind im Alltag ebenfalls einige Dinge zu beachten, mit deren Hilfe die Gefahr auf Ansteckung mit Krankheiten minimiert werden kann. Gerade Erbrechen und Durchfallerkrankungen sind keine Seltenheit, wenn kontaminierte Lebensmittel falsch behandelt werden.

  • Schnell verderbliche Lebensmittel, wie Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte und die meisten Milchprodukte müssen am besten ununterbrochen gekühlt werden. Andernfalls können sich dort schnell Bakterien bilden und vermehren. Wichtig ist, dass auch der Transport gekühlt erfolgt (am besten mit Hilfe von Kühltaschen).
  • Fleischprodukte und Eier sind im Kühlschrank getrennt von anderen Lebensmitteln zu verstauen.
  • Offen sollten im Kühlschrank am besten nur wenige bis keine Lebensmittel herumliegen. Bisher unbenutztes Gemüse kann im Gemüsefach ohne zusätzliche Verpackung gelagert werden ist aber vor der Verarbeitung gründlich abzuwaschen.
  • Essensreste, die für später aufbewahrt werden sollten, müssen erst abgekühlt werden. Anschließend sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei oder maximal drei Tagen verbraucht werden. Ein Geruchstest verrät meist schnell, ob eine Speise noch genießbar ist.

  • Sowohl vor der Zubereitung von Mahlzeiten als auch währenddessen und danach sind die Hände mehrmals gründlich zu waschen.
  • Bei der Zubereitung von roh und kochend zu verarbeitenden Lebensmitteln werden bestenfalls unterschiedliche Küchenutensilien benutzt.
  • Da die meisten Keime beim Erhitzen auf 70 bis 100 Grad Celsius absterben, sollten Speisen bei der Zubereitung immer etwa solche Temperaturen erreichen. Gerade bei Fleisch ist das wichtig. Ein Thermometer kann im Zweifelsfall helfen.
  • Pflanzliche Lebensmittel, die zum rohen Verzehr gedacht sind, müssen immer gründlich gewaschen werden. Nach dem Kleinschneiden sollten Obst, Gemüse, Kräuter oder auch Salate umgehend verzehrt werden. 
  • Benutzte Küchenutensilien, Geschirr und Besteck ist immer möglichst bald mit warmem Wasser und Spülmittel zu reinigen. Noch besser ist die Reinigung in der Spülmaschine bei mindestens 60 Grad Celsius.
  • Der Kühlschrank selbst sollte ebenfalls regelmäßig gewissenhaft gereinigt werden.

Hygiene im Haushalt und auf der Toilette

Nicht nur in der Küche, sondern im gesamten Haushalt sind außerdem einige weitere Hygienetipps zu beachten. Wichtig ist vor allem, dass richtig geputzt wird, um möglichst viele Oberflächenkeime zu entfernen. Gängige Haushaltsreiniger reichen hierfür aus.

Für die Küche und das Bad sowie die Toilette sind dabei immer getrennte Putzlappen zu verwenden. Sie sind immer wieder zu wechseln und bei 60 Grad Celsius nach Benutzung zu waschen. Bakterien vermehren sich in feuchten Umgebungen besonders gut. Benutzte Putzutensilien hängt man daher am besten schnell zum Trocknen auf.

Regelmäßiges Lüften gehört ebenfalls zu den wichtigsten Hygieneregeln im Haushalt. Nicht nur ist frische Luft gesund für den Körper, weil sie das Immunsystem stärkt und die Leistungsfähigkeit erhöht. Beim Lüften werden vielmehr auch Krankheitserreger aus der Luft nach draußen befördert. Zudem vermindert beispielsweise im Winter das Stoßlüften die Schimmelbildung an feuchten Stellen der Wohnung.

Für die Toilette gelten noch einmal besondere Hygieneregeln:

  • Benutztes Toilettenpapier ist immer im WC zu entsorgen.
  • Mädchen und Frauen sollten, wenn sie sich abputzen und waschen, von vorne nach hinten wischen. Dadurch lässt es sich vermeiden, dass Darmkeime in die Scheide oder die Harnwege gelangen.
  • Bevor man spült, schließt man ab besten den Toilettendeckel. Anschließend kann mit der Klobürste die Schüssel gesäubert und noch einmal nach Schließen des Deckels gespült werden. So können sich Krankheitserreger weniger leicht in der Umgebung verteilen.
  • Nach jedem Toilettenbesuch sind die Hände gründlich (wie oben beschrieben) zu waschen.

Hilfreiche Barrieremaßnahmen im Alltag

Sogenannte Barrieremaßnahmen können im Alltag zusätzlich dabei helfen, die Gefahr der Ansteckung zu minimieren. Neben dem bereits erwähnten Tragen einer Schutzmaske, dem Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern sowie der Nutzung eines Einkaufswagens im Supermarkt, bieten sich einige weitere, leicht umsetzbare Maßnahmen an. Sieben besonders wichtige dieser Maßnahmen haben wir abschließend zusammengefasst.

  1. Kontakt mit kranken Personen sollte so gut es geht vermieden werden. Gerade Schwangere, Säuglinge, alte Menschen und solche mit geschwächtem Immunsystem sollten von Erkrankten fernbleiben.
  2. Wer doch einmal Kontakt mit Erkrankten hatte, sollte sich umgehend die Hände waschen.
  3. Jeder, der sich um Erkrankte kümmert, kann zum Schutz Einmalhandschuhe tragen. Gerade, wenn man in Kontakt mit Körperausscheidungen kommt, ist dies wichtig. Anschließend sind zusätzlich die Hände zu waschen.
  4. Wer selbst krank ist, sollte auf das Händeschütteln verzichten und dem Gegenüber die Situation erklären.
  5. Wer unter einer hochansteckenden Infektion leidet, informiert vor dem Besuch einer Ärztin oder eines Arztes am besten die Praxis. Diese kann dann gegebenenfalls Schutzvorkehrungen treffen.
  6. Besonders leicht gelangen Krankheitserreger über Wunden in den Körper. Das können schon kleinste Schnitte oder Schürfungen sein. Frische Wunden sind daher sofort zu säubern und zu desinfizieren. Anschließend werden sie mit einem Pflaster oder Verband abgedeckt. So können Keime nicht so leicht eindringen.
  7. Für manche Situationen und an manchen Orten kann bestimmte Schutzkleidung sinnvoll sein, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. In Schwimmbädern beispielsweise haben diese durch die aufgeweichte Haut oft ein leichtes Spiel. Das Tragen von Badeschuhen ist am Rand von Schwimmbecken sowie in Dusch- und Umkleidekabinen daher ratsam.