Ratgeber

Internet Facebook zum Umgang mit Informationen

Kampf gegen Fake News

Berlin.Im Kampf gegen Fake News schult Facebook nun seine Nutzer im Umgang mit Informationen. Gemeinsam mit externen Faktenprüfern wurden dazu „Drei Fragen, die dabei helfen, Falschmeldungen zu erkennen“ entwickelt, wie der Internetkonzern mitteilte. Zur neuen Kampagne gehören mehrere grafisch aufbereitete Tipps, die künftig als Beiträge im News Feed angezeigt werden und auf die Website „www.stampoutfalsenews.com“ mit weiteren Informationen verweisen. Mit der Kampagne will Facebook Menschen dazu bewegen, Informationen, die sie in Beiträgen sehen, kritisch zu hinterfragen.

Zu dieser Strategie gehöre auch die Entfernung von Inhalten „mit falschen Behauptungen oder Verschwörungstheorien, die eine direkte Gefahr für das körperliche Wohlergehen von Menschen darstellen, erklärt Guido Bülow von Facebook.

Faktenchecker im Einsatz

Für die Entwicklung der „Drei Fragen“ arbeitete Facebook auch mit dem Recherchebüro Correctiv zusammen. Weltweit kooperiert der Konzern nach eigenen Angaben mit 70 unabhängigen Faktencheckern in 50 Ländern. Allein in der Corona-Krise habe Facebook rund 50 Millionen Warnbotschaften wegen Desinformation verschickt. Diese gehen an Nutzer, die solche Meldungen anklicken oder weiterverbreiten.

Um Fake News stärker einzudämmen, fordern die europäischen Medienregulierungsbehörden einen Wechsel von der momentanen Selbstregulierung bei Internetunternehmen zu einer Koregulierung. Bereits 2018 hatte sich ein von der EU-Kommission einberufenes Forum auf die Inhalte eines Verhaltenskodex geeinigt. Plattformen wie Facebook, Google und Twitter verpflichteten sich dazu, der Verbreitung von Fake News im Internet entgegenzuwirken. epd

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