Ratgeber

Pflege zu Hause

Archivartikel

Wer pflegebedürftig wird, steht vor der Frage, welche Art der Unterstützung für ihn am besten geeignet ist. Es gibt verschiedene Versorgungsmodelle. Angefangen von punktueller oder stundenweiser Hilfe zu Hause bis hin zur Vollversorgung in einem Pflegeheim. Viele Menschen wollen allerdings möglichst lange zu Hause bleiben und suchen deshalb eine Hilfe für zu Hause.

Bei Pflegebedürftigkeit besteht die Möglichkeit, sich von Angehörigen oder Privatpersonen helfen zu lassen. Angehörige können Ehegatten, Kinder oder Verwandte sein. Zu Privatpersonen zählen beispielsweise Menschen wie Freunde oder Nachbarn, die Sie kennen.

Liegen die Voraussetzungen vor, bekommen Sie für diese Art von Unterstützung von der Pflegekasse einen bestimmten Betrag als Pflegegeld ausbezahlt. Mit diesem können sie Ihre Helfer entlohnen.

Mit diesem Modell können Sie in ihrer Wohnung bleiben, können weiter an Ihren Gewohnheiten festhalten.

Eine weitere Möglichkeit, um zu Hause gepflegt zu werden, ist die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes. Der ambulante Pflegedienst führt Hausbesuche durch und hilft Ihnen bei den Angelegenheiten, die Sie nicht mehr alleine bewältigen können. Egal, ob Sie diese beispielsweise für die Körperpflege täglich oder nur einmal wöchentlich benötigen.

Sie erhalten professionelle Hilfe, jedoch stehen die Angestellten des Pflegedienstes nur punktuell zur Verfügung.

Beziehen Sie Leistungen der Pflegeversicherung, rechnet der Pflegedienst seine Arbeit als Pflegesachleistung direkt mit der Krankenkasse ab. Ist Ihr Bedarf höher, können Sie den Pflegedienst beauftragen, mehr zu erledigen, müssen diesen Mehraufwand aber eventuell selber zahlen.

Eine weitere Möglichkeit, sich zu Hause versorgen zu lassen, ist die Hilfe durch eine sogenannte 24-Stunden-Hilfe. Dabei lebt eine Person, oft aus dem osteuropäischen Ausland, mit Ihnen in Ihrer Wohnung. Die Person ist in der Regel keine Pflegefachkraft.

Meist finanziert man dieses Model über das Pflegegeld. Die Kosten sind jedoch in der Regel höher, sodass Sie für die Mehrkosten selber aufkommen müssen.

Wichtig ist, die Verträge mit einem seriösen Anbieter abzuschließen. Dieser wird Ihnen sagen, ob die Hilfskraft bei ihm entsprechend den deutschen Gesetzen angestellt ist, oder ob Sie als Arbeitgeber auftreten müssen.

Der Vorteil dieser Versorgungsform ist, dass fast rund um die Uhr jemand anwesend ist, der Ihnen helfen kann.

Ein Mittelding zwischen punktueller Hilfe und Versorgung rund um die Uhr ist die Assistenzpflege. Hierbei beschäftigen Sie einen Assistenten. Der Bedarf ist individuell, kann von wenigen Stunden bis hin zu ganzen Tagen oder Wochen reichen. Meist fungiert man als Arbeitgeber. Assistenten stammen aus verschiedensten Berufen, können auch Drehbuchautoren oder Hausmeister sein.

Erhalten Sie Leistungen der Pflegeversicherung, so setzen Sie das Pflegegeld zur Deckung der Kosten ein. Mehrkosten, die über das Pflegegeld hinausgehen, müssen selber finanziert werden.

Der Vorteil ist, dass Sie für die Zeiten Hilfe anfordern können, für die Sie tatsächlich jemanden brauchen, weil zum Beispiel die Kinder wegen Berufstätigkeit abwesend sind.

Es gibt mehrere Wege, um bei Pflegebedürftigkeit weiterhin in den eigenen vier Wänden leben zu können. Nimmt man fremde Hilfe in Anspruch, müssen die Kosten und ihre Finanzierung im Vorfeld geklärt werden. Eventuell können diese über Sozialhilfe gedeckt werden. Das ist im Einzelfall mit den zuständigen Behörden zu klären.

Auf www.pflege.de erhalten Sie weitere Informationen wie Ihnen bei Pflegebedürftigkeit geholfen werden kann.