Ratgeber

Poker wird als Hobby immer beliebter

Poker ist ein Glücksspiel – eine Aussage, die dem eigentlichen Charakter des Spiels nicht gerecht wird. Unzählige Filme greifen Poker in seinen Facetten auf. Wer sich ernsthaft damit auseinandersetzt, wird eines sehr schnell bemerken: Poker hat nicht nur etwas mit Glück zu tun. Können, Mathematik und die Fähigkeit zum Lesen des Gegners gehören dazu. Was braucht es, um Poker auch zu Hause spielen zu können und was ist dabei zu beachten?

Was wird benötigt?

Lust auf ein Home Game? Wer Poker schon einmal live gespielt hat, geht sicher beeindruckt nach Hause. In Spielbanken gehört das Kartenspiel – neben Blackjack und Roulette – zum Standard. Die Tische werden von professionellen Dealern betreut, welche die Karten geben und das Rake/Ante einkassieren.

Um Poker auch zu Hause zu spielen, braucht es eigentlich nicht viel. Wichtig ist, das richtige Kartendeck zu besorgen und natürlich Pokerchips. Nach dem spektakulären Sieg von Pius Heinz als erstem Deutschen bei der WSOP – der Weltmeisterschaft für Poker-Pros – bracht in Deutschland ein Pokerhype aus.

Inzwischen gibt es die notwendige Ausrüstung zum Poker Home Game in vielen Online Shops und dem stationären Handel direkt als Set - mit Kartendeck und Chips. Achtung: Nicht wundern – in vielen Koffern finden sich auch Würfel, die für verschiedene Pokervarianten benutzt werden.

  • Pokerkarten: Gespielt wird im Regelfall mit einem Deck französischem Blatt, das 52 Karten umfasst. Hierbei handelt es sich um die Standardausrüstung. Anders als beim Blackjack ist es unüblich, Poker mit mehr als einem Deck zu spielen.
  • Pokerchips: Im Roulette als Jeton bezeichnet, sind die „Spielsteine“ beim Poker die Chips für die einzelnen Setzrunden. Um diese voneinander unterscheiden zu können, sind die Pokerchips verschiedenfarbig. Einfache Ausführungen sind sehr günstig zu haben. Der Handel bietet aber auch ausrangierte Chips verschiedener Casinos an.
  • Blind/Dealer-Button: Beim Poker wechselt die Position der Blinds. Damit diese immer für alle Spieler zu erkennen ist, wird mit einem Blind/Dealer-Button gespielt, welcher heute Bestandteil der meisten Poker-Koffer ist.

Zusätzlich zur Grundausstattung für das eigentliche Home Game braucht es natürlich noch Getränke und Snacks. Je nach Geschmack kann zusätzlich noch eine Spielunterlage für den Tisch besorgt werden. Allerdings handelt es sich hierbei eher um ein kosmetisches Feature, welches das Spiel nicht weiter beeinflusst.

Tipp: Da Poker ein sehr mathematisches Spiel ist, macht sich Alkohol schnell bemerkbar. Wer Poker ernsthaft spielen will, sollte – zumindest in den frühen Runden – vielleicht eher zu nicht-alkoholischen Getränken greifen.

Online-Poker: Auch sehr beliebt

Ein Home Game in den eigenen vier Wänden – ein Highlight für Pokerfans. Allerdings darf in Deutschland nicht um Geld gespielt werden. Und es findet sich nicht immer eine Gelegenheit, mit Freunden oder Kollegen eine Runde zu spielen. Hintergrund: Ein Full Ring Poker Game besteht immer aus 9 Personen. Üblich ist auch 6-max – also eine Partie mit bis zu sechs Spielern.

Wer nach Feierabend schon ein paar Runden spielen will, aber ungern gegen sich selbst antritt, kann Poker inzwischen am PC oder Tablet spielen. In den letzten Jahren sind verschiedene Online Games und Pokerräume entstanden, welche teils sehr gut besucht sind.

Besonders stark werden Pokerrooms frequentiert, welche Meisterschaften und Turniere ausrichten. Hierzu zählen:

  • PCA (PokerStars Caribbean Adventure)
  • EPT
  • WSOP.

Letztere ist die Abkürzung der World Series of Poker. Viele der Online Pokerräume bieten die Möglichkeit, um Echtgeld und Spielgeld zu spielen. Letzteres ist natürlich die Option, wenn es allein um den Spielspaß geht.

Achtung: In den verschiedenen Pokerrooms sind online nicht nur Amateure und Einsteiger unterwegs. Viele Profis – die Sharks – nutzen Online Poker, um sich zwischen Live Events „warmzuhalten“ und sind harte Nüsse, wenn sie mit Amateuren am Tisch sitzen. Diese Spielergruppe bewegt sich tendenziell auf höheren Limits. Wer also nur mal so Poker spielen möchte, sollte das beachten.

Welche Poker-Varianten werden oft gespielt?

Poker als Home Game wird heute vor allem in drei Formen gespielt:

  • Texas Hold´em
  • Omaha
  • Stud.

Speziell Hold´em Poker ist in den letzten Jahren sehr bekannt geworden. Ein Grund: Poker-Pros wie Pius Heinz oder Chris Moneymaker haben ihr Erfolge mit Texas Hold´em erzielt. Was unterscheidet die einzelnen Poker-Varianten voneinander?

1.    Texas Hold´em

Hier teilt der Dealer jedem Spieler zwei Hole Cards zu. Diese kann nur der Spieler sehen und muss vor der ersten Runde (Preflop) entscheiden, ob er mitspielen will. Anschließend werden in den Setzrunden die Gemeinschaftskarten offen aufgedeckt und dazwischen die Burn-Cards zur Seite gelegt. Ziel ist es, die beste Hand zu halten oder den Gegner durch starkes Bieten aus der Hand „zu kaufen“.

2.    Omaha

Omaha Poker ist eine weniger verbreitete Variante, die mit vier Hole Cards gespielt wird. Der Dealer deckt wieder Gemeinschaftskarten auf. Anders als beim Hold´em kann der Spieler aber nicht alle vier Hole Cards für die beste Hand mit den Gemeinschaftskarten kombinieren – sondern nur zwei dieser Karten. Hinsichtlich der Blattwertigkeit ist Omaha mit Hold´em vergleichbar.

3.    Stud

Früher als 5 Card Stud gespielt, ist inzwischen die Variante mit 7 Karten wesentlich verbreiteter. Hier werden vom Dealer bis zu sieben Karten ausgegeben. In der ersten Runde zwei Hole Cards und eine offene Karte. Anschließend drei weitere Karten offen und eine verdeckte Karte.  

Fazit: Poker lässt sich einfach zu Hause spielen

Poker ist als Hobby in Deutschland angekommen, wird aber immer noch eher selten zu Hause gespielt. Ganz anders die USA. Hier ist Poker ein Home Game für die ganze Familie. Und es braucht nicht viel, um das Kartenspiel in den verschiedenen Varianten mit Freunden zu spielen. Ein Kartendeck, die Chips und der Blind/Dealer-Button sind eigentlich ausreichend, um eine spannende Partie in den eigenen vier Wänden zu spielen.