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Urlaub im Spätsommer – Exklusive Reiseziele im Überblick

Archivartikel

Für alle Menschen, die nicht auf die Ferienzeiten angewiesen sind, stellt der Spätsommer die ideale Zeit dar, um Urlaub zu machen. In vielen Ländern ist es nicht mehr unerträglich heiß, es herrschen angenehmere Temperaturen, trotzdem ist das Meer noch immer sehr warm. Die Preise für Flüge, Unterkünfte, Mietwagen und ähnliches gestalten sich deutlich günstiger als in der Hauptreisezeit. An vielen Orten sind die Menschenmassen verschwunden, die Mitarbeiter der Hotels, Restaurants und Bars viel entspannter. Es ist die perfekte Zeit, um die jeweils individuelle Authentizität eines Landes kennenzulernen. Zudem gibt es keine langen Warteschlangen mehr vor den Sehenswürdigkeiten, Besichtigungen können entspannt vorgenommen werden. Wir haben acht Top Reiseziele als Inspiration für einen Urlaub im Spätsommer zusammengestellt.

Griechische Inseln

Lesbos – In Griechenland liegt die Tagestemperatur im September noch immer bei um die 30 Grad Celsius, die Wassertemperatur präsentiert sich mit etwa 23 Grad Celsius. Lesbos in der nördlichen Ägäis ist eine der abwechslungsreichsten Inseln des Landes. Neben den zahlreichen ausgedehnten Sandstränden und romantischen Kiesbuchten bezaubern die reiche Flora und Fauna. Als herausragend gilt der versteinerte Wald, dessen Bäume sich nach einem früheren Vulkanausbruch in bizarren Formen präsentieren. Die schroffe Bergwelt und ausgedehnte Kiefernwälder laden zu Wanderungen ein. Die Kleinstadt Petra ist berühmt für ihre Sonnenuntergänge, sie tauchen das Meer rund um die vor der Küste liegenden, unbewohnten Inseln Mirmingi und Agios Georgioas in rotglühende Farben.

Kalamos – Ein echter Geheimtipp ist die Insel Kalamos im Ionischen Meer, die fast ausschließlich bei Seglern bekannt ist. Sie ist nur gut 25.000 Quadratmeter groß und bietet eine außergewöhnliche Ruhe, die sich bestens zum Entspannen eignet. Nur wenige Autos und Mofas gibt es auf dem kleinen Eiland, geschweige denn riesige Hotels. Bei Spaziergängen im schattigen Pinienwald kreuzen wilde Ziegen den Weg, kleine Quellen laden zu einer Erfrischung ein. Die Kiesstrände sind von unglaublicher Schönheit, eingerahmt von Felsen und dem kristallklaren Wasser. Vom Gipfel des höchsten Berges mit einer Höhe von 754 Metern genießt man einen Rundumblick auf das Festland, die Nachbarinsel Kastos und die Weite des Meeres.

Das zur Hochsaison oft überfüllte Malta ist im Spätsommer immer eine Reise wert.

Inselstaat Malta

Malta - Ganzjährig sonnenverwöhnt ist auch der Inselstaat Malta, knapp 100 Kilometer vom italienischen Sizilien entfernt. Die gleichnamige Hauptinsel eignet sich perfekt für Wassersporterlebnisse wie Jetski, Paragliding, Windsurfen, Tauchen und Schnorcheln. Fantastisch ist die Unterwasserwelt mit unzähligen zerklüfteten Riffen, geheimnisvollen Höhlen und Schiffwracks. Barrakudas, Kraken, Hummer und die leuchtend orangen Papageienfische mit silbernen und gelben Markierungen sind nur einige der vielen Meeresbewohner. Zu den idyllischsten Ortschaften auf Malta zählt Marsaxlokk mit seinem beschaulichen Fischerhafen, in dem kleine bunte Boote vor Anker liegen. Erstklassige Restaurants erwarten Reisende mit köstlichen Fischgerichten und Meeresfrüchten. Sieben zwischen 5.600 und 3.000 Jahre alte Tempel stellen weitere Highlights der Insel dar.

Gozo – Die kleine Insel Gozo gehört zum Inselstaat Malta. Sie ist insbesondere für ihre attraktiven Wanderwege, Tauchplätze und die Ruinen des neolithischen Ggantija-Tempels bekannt. Die Höchsttemperatur von etwa 28 Grad Celsius im September eignet sich bestens für die Entdeckung der wunderschönen, üppig grünen Naturlandschaft. Zwischendurch erfrischen sich Urlauber im Mittelmeer mit 21 Grad Celsius. Die Insel verfügt über zahlreiche unberührte Küstenregionen, die außerhalb der Hochsaison mit einer einzigartigen Stille aufwarten. Besonders beliebt sind die roten Sandstrände Ramla und San Blas Bay im Nordosten von Gozo. Zudem hält es viele einsame Badebuchten bereit, die einen guten Ausgangspunkt zum Schnorcheln darstellen.

Afrika, der zweitgrößte Kontinent

Namibia – Beginnen in Deutschland die grauen, trüben Tage des Spätsommers, erwartet Afrika seine Gäste mit vielen Sonnenstunden. Die Monate Juni bis September gelten als Hauptsaison, die durchschnittliche Tagestemperatur liegt bei 21 Grad Celsius. Es ist die beste Zeit, um sich von einer erlebnisreichen Safari begeistern zu lassen. Am besten nimmt man an einer geführten Tour teil, denn die erfahrenen Guides führen Besucher des Landes zu den tierreichsten Plätzen. An den Wasserlöchern geben sich die verschiedensten Tierarten ein Stelldichein: Geparden, Jaguare, Elefanten, Nashörner, Zebras, Giraffen und unzählige weitere Wildtiere Afrikas lassen sich dort gut beobachten. Auch Löwenrudel, die sich im Schatten eines Baumes niederlassen, stehen auf dem Programm.

Malawi – Ein fantastisches Reiseziel ist der Binnenstaat Malawi in Südostafrika, der bisher von großen Besucherströmen verschont geblieben ist. Er beinhaltet die wildromantischen Mulanje-Berge mit ihren natürlichen Wasserbecken, klaren Flüssen und rauschenden Wasserfällen. Im Malawisee-Nationalpark, einem einzigartigen Ökosystem, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erwartet Reisende der gleichnamige See. Er bietet sich zum Kanufahren und für Segelbootausflüge an. Die Fischwelt ist vielfältig, so gibt es unter anderem unzählige glitzernde Buntbarsche. Traumhaft schöne Strände finden sich auf der Insel-Enklave Chizumulu, der Nankumba Halbinsel sowie dem menschenleeren Mumbo Island.

Indian Summer in Kanada und USA

Kanada – Zwischen September und Oktober verzaubert eine ungewöhnlich trockene und warme Wetterperiode, der sogenannte Indian Summer, auf dem nordamerikanischen Kontinent. Teilweise herrschen während des Indian Summers in Kanada Temperaturen über 20 Grad Celsius und die Sonne lacht vom Himmel. Ausgedehnte Waldregionen beeindrucken mit den unterschiedlichsten Farbtönen. Besonders in den Provinzen Ontario und Quebec bewundern Urlauber das fantastische Naturereignis. Einmalige Fotomotive gibt es an den zahlreichen Seen, die sich mit Ihrem tiefen Blau von der bunten Umgebung aus Gelb-, Gold- und Rottönen kontrastreich abheben. Spiegelt sich die prächtige Naturumgebung im glasklaren Wasser, erleben Gäste des Landes unvergessliche Momente. Einen Rausch für Augen und Sinne erlebt man auch auf dem Cabot Trail in der Atlantikprovinz Nova Scotia.

USA – Ebenso schön präsentiert sich der Indian Summer in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Nordosten des Landes gilt er als die fünfte Jahreszeit. Etwa ab Mitte September beginnt das außergewöhnliche Farbenspiel, im Norden etwas früher als im Süden. Um den Indian Summer in vollen Zügen genießen zu können, sollte man insbesondere Neuengland, Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut besuchen. Viele Reisende wählen die Metropole Boston als Ausgangspunkt für die Naturentdeckung. Mit ihren zahlreichen Attraktionen wie dem Museum of Fine Arts, das unter anderem ägyptische Schätze beherbergt, stellt die Stadt selbst bereits ein Highlight des Landes dar. Interessant ist auch der ungefähr vier Kilometer lange Freedom Trail. Er führt an 17 historischen Sehenswürdigkeiten vorbei.