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Vertrauen oder Kontrolle? Zur Not mit Detektiv

Archivartikel

Wenn ein Arbeitnehmer erkrankt, fragt sich dieser oft selbst, was er eigentlich darf und was nicht. Dabei ist die Antwort im Grunde ganz einfach. Denn man darf alles, was die Genesung nicht negativ beeinflusst. So ist ein Mitarbeiter, den beispielsweise ein Rückenleiden plagt, nicht ans Bett gefesselt. Gleiches gilt für eine Erkältung. Bei Letzterer tut gerade ein Spaziergang oder ein Schaufensterbummel an der frischen Luft besonders gut. Im Umkehrschluss wäre ein Besuch des Schwimmbades mit einer Infektion der Atemwege hingegen nicht hilfreich und folglich bedenklich.

Insgesamt zeigt sich in Deutschland, dass immer mehr Arbeitnehmer mit ihrer Gesundheit zu kämpfen haben. Dies liegt oftmals an ganz einfachen Ursachen. Etwa, wenn der Körper aufgrund von Stress in ständiger Alarmbereitschaft verharrt. Dabei ist das Krankheitsbild in seinen Auswirkungen vielfältig. Doch nicht immer ist der Mitarbeiter auch so krank, wie er vorgibt. Immer wieder kommt es vor, dass ein Angestellter „blaumacht“. Insofern kommen häufiger bei diesen Fällen auch Detektive zum Einsatz, die den Krankenstand überprüfen. Aber ist das in Deutschland überhaupt so einfach möglich?

Grundsätzlich muss seitens des Arbeitgebers immer ein begründeter Verdacht bestehen. Sei es, weil er annimmt, dass ein Arbeitnehmer „krank feiert“, das Unternehmen bestiehlt oder für die Konkurrenz Arbeiten ausführt. Dabei ist ein zuverlässiger Detektiv, wie von der Detektei Darmstadt, oftmals das Mittel der Wahl. Denn durch deren Einsatz lässt sich ein genaues Bild zeichnen und valide Erkenntnisse sichern. Letztendlich geht es auch darum, vor Gericht im Zweifelsfall einen Zeugen zu haben. Ohne Risiko ist der Einsatz allerdings nicht. Denn ist eine Observation unzulässig, kann das weitreichende Folgen für den Arbeitgeber haben.

Insofern gilt es im Vorfeld den rechtlichen Rahmen zu klären. Gerade in Bezug auf den Arbeitnehmerdatenschutz ist der Einsatz von einem Detektiv oftmals schwierig. Schließlich werden bei einer Observation ständig personenbezogene Daten über den Mitarbeiter erhoben. Eine vorherige Einwilligung durch den Arbeitnehmer ist selbstverständlich bei einer solchen Maßnahme nicht möglich. Insofern kann sich nur auf den gesetzlichen Rechtfertigungstatbestand berufen werden.

Missachtung birgt weitreichende Folgen

Werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht eingehalten, kann das zu empfindlichen Problemen für den Arbeitgeber führen. So sind in diesem Fall die gesammelten Beweise, die durch eine teure Observation zusammengetragen wurden, vor Gericht als Beispiel nicht verwertbar. Hinzukommt, dass das eigene Unternehmen einen potenziellen Imageschaden davonträgt, was durchaus deutliche Folgen haben kann. Darüber hinaus kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber bei einer unzulässigen Observation sogar auf Schadenersatz verklagen. In einem solchen Fall kommen ebenfalls noch maximal 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes als Bußgeld hinzu. Schließlich wurde gegen die Datenschutzregeln laut DSGVO und BDSG verstoßen.

Dennoch kann eine durch einen professionellen Detektiven durchgeführte Überwachung in bestimmten Fällen helfen. Dabei muss jedoch sichergestellt sein, dass der aktuellen Rechtsprechung sowie dem Datenschutzrecht entsprochen wird. Eine unbedachte Nutzung sollte dabei vermieden werden. Das bringt im Regelfall neben hohen Kosten keinen Mehrwert. Viel wahrscheinlicher ist in diesem Fall, dass der Arbeitgeber im Anschluss mit ganz anderen Dingen zu kämpfen hat, als „nur“ mit einem Mitarbeiter, der einige Tage krankfeiert. Daher ist es unabdingbar, über die datenschutzrechtlichen Grenzen in einem solchen Fall informiert zu sein.