Ratgeber

Wie funktioniert Leasing ohne Anzahlung?

Das Leasing war einst für Geschäftsleute höchst interessant. Im Nu ließ sich eine repräsentative Flotte aufbauen, ohne dass dafür die Fahrzeuge tatsächlich angeschafft werden mussten. Doch auch im privaten Bereich glänzt das Leasing im Lichte der Beliebtheit. Die Gesamtbelastung der Anschaffung sinkt, die Fahrzeuge können wieder abgegeben werden, bevor die ersten echten Reparaturen aufgrund des Alters notwendig sind. Mittlerweile ranken sich um das Leasing zudem ständig neue Angebote. Mitunter ist das Leasing ohne Anzahlung möglich – aber was versteckt sich hinter der Bezeichnung?

 

Null-Leasing: So funktioniert Leasing ohne Anzahlung

Das herkömmliche Leasing läuft in der Regel so ab, dass der Leasingnehmer bei der Übergabe des Fahrzeugs einen vorab festgelegten Betrag leistet. Die Summe beläuft sich oft auf 1.000 bis 2.500 Euro, wobei es hier natürlich vertraglich deutlich abweichende Vorgaben geben kann. Alternativ kann statt der Anzahlung eine Sonderleistung vereinbart werden, bei der beispielsweise der alte Wagen des Leasingnehmers veräußert und diese Summe als Anzahlung verrechnet wird. Dieses Modell hat mehrere Gründe und Folgen:

 

  • Absicherung – mit der direkten Einmalzahlung sichert sich der Leasinggeber im Vorfeld ab. Er erhält somit einen Teil seiner Kosten oder des Aufwands.
  • Raten – sie sinken durch die Anzahlung. Wie der Bonus auf einen Telefon- oder Stromvertrag wird auch die Anzahlung auf die eigentlichen monatlichen Raten angerechnet, sodass deren Summe reduziert wird.
  • Nachteil – je nach Regelung kann die Anzahlung einen beträchtlichen Betrag ausmachen und die finanzielle Situation massiv belasten.

 

Beim Null-Leasing, welches eigentlich für »Null-Euro-Anzahlung-Leasing« steht, entfällt diese erste Anzahlung. Mittlerweile arbeiten viele Leasinggeber mit diesbezüglichen Angeboten und sprechen somit auch die Personen an, die nicht in der Lage sind, die Anzahlung ohne Weiteres zu leisten. Das bedeutet:

 

  • Monatliche Raten – sie werden oft nach oben angepasst, sodass die Anzahlung über die Raten nachgeholt wird. Vielen Menschen fällt es jedoch wesentlich leichter, monatlich mehr zu zahlen, als direkt zu Beginn des Leasings einen hohen Geldbetrag zu leisten.
  • Finanzielle Situation – wer finanziell nicht gut aufgestellt ist oder Altlasten hat, der kann über Anzahlungen ein Vertrauensverhältnis schaffen. Beim Null-Leasing entfällt dieses.

 

Längst gibt es Webseiten, die sich damit beschäftigen, Leasing-Angebote aufzulisten. Der Anbieter MIVODO hat sich dabei auf Null-Leasing ohne Anzahlung spezialisiert und bietet eine entsprechend große Auswahl.

 

Wann lohnt sich Null-Leasing?

Letztendlich kommt es immer auf die persönliche Situation und auf den persönlichen Geschmack an. Das Leisten einer Anzahlung bedeutet, dass eine höhere Geldsumme ausgegeben wird, die schließlich nicht mehr verfügbar ist. Allgemein gilt:

 

  • Gute Bonität – in diesem Fall sind Anzahlungen oft gar nicht notwendig, da die Bonität bereits für den Kunden spricht und sich der Leasinggeber nicht gesondert absichern muss. Auf die Anzahlung kann somit verzichtet werden; der Leasingnehmer kann das Geld anderweitig nutzen.
  • Schlechtere Bonität – an und für sich dient die Anzahlung nun dem Vertrauensaufbau und der Absicherung des Leasinggebers. Angebote ohne Anzahlung werden nun gerne abgelehnt. Das Problem ist natürlich, dass die schlechtere Bonität auch oft mit einem geringeren finanziellen Spielraum einhergeht. Wer nun 20 Prozent der Leasingkosten als Anzahlung leisten muss, der kann diese Summe oft nicht aufbringen.

 

Zugleich ist es ein Rechenspiel. Ein Angebot ohne eine Anzahlung bedingt immer höhere Leasingraten oder einen längeren Leasingzeitraum. Kunden sollten unbedingt einige Rechenspiele beginnen und ausrechnen, welche Variante am Ende tatsächlich günstiger ist.

 

Was ist beim Leasing generell zu beachten?

Wenngleich immer von dem Leasing gesprochen wird, so gibt es doch deutliche Unterschiede:

 

  • Kilometerleasing - schon im Leasingvertrag steht eine Kilometerobergrenze, die während des Leasings nicht überschritten werden sollte. Mehrkilometer sind nachzuzahlen, teils mit höheren Kosten. Minderkilometer hingegen werden erstattet. Gut ist es, wenn der Vertrag eine Toleranz erlaubt, die meist bei rund 2.500 Kilometern liegt.
  • Restwertleasing - bei dieser Variante entscheidet der Wert des Fahrzeugs nach dem Leasing. Dieser Wert wird vorab im Vertrag festgelegt, Kilometer spielen keine oder nur eine geringe Rolle. Umso höher der Wert festgelegt ist, desto niedriger sind die monatlichen Kosten. Am Ende des Leasingzeitraums wird ein Gutachter das Fahrzeug schätzen - oft kommen hier geringere Werte als vertraglich vereinbart heraus. Die Differenz muss der Leasingnehmer begleichen. Generell ist das Restwertleasing heikel, da es vielen Risiken unterliegt.
  • Versicherungen – bei Neuwagen ist es eine vertragliche Pflicht, doch auch bei anderen Leasingfahrzeugen empfiehlt sich die Vollkaskoversicherung.
  • Andienungsrecht – beim Restwertleasing kann in den Vertrag aufgenommen sein, dass der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Fahrzeug zum im Vertrag festgehaltenen Restwert verkauft. Dieser muss das Angebot annehmen. Der Leasingnehmer selbst kann jedoch nicht auf einen Ankauf bestehen.

 

Sehr wichtig ist, zu beachten, dass das Fahrzeug während des Leasings gut gepflegt werden muss. Es gehört dem Fahrer nicht. Sicherlich ist für die Übergabe nur ein Zustand notwendig, der dem Alter des Fahrzeugs entspricht, dennoch sind Flecken im Innenraum oder auch Tierhaare ein stetiges Ärgernis bei Rückgaben. Es empfiehlt sich, vor der Rückgabe in eine professionelle Reinigung zu investieren.

 

Grundsätzlich müssen Neuwagen laut Vertrag oft bei Vertragshändlern gewartet und repariert werden. Dieser Vorschrift müssen Fahrer nachkommen, denn anderenfalls kann sich die Reparatur in einer anderen Werkstatt als restwertmindernd auswirken.

 

Fazit - Angebote stets prüfen

Unabhängig davon, ob es sich um das Null-Leasing oder ein Leasing mit Anzahlung handelt, sollten Verbraucher immer genau hinschauen. Die Vorgaben des Vertrags sind mitentscheidend dafür, ob das Leasing auch über das Vertragsende hinaus Freude bereitet. Gerade das Restwertleasing kann Risiken beinhalten, denn bescheinigt der Gutachter einen geringeren Wert, ist der Leasingnehmer für die Ausgleichszahlung zuständig. Ob das Andienungsrecht sinnvoll ist, muss der Fahrer entscheiden. Im Regelfall möchten viele Fahrer das Leasingfahrzeug aus guten Gründen nach einigen Jahren zurückgeben, nicht aber zum Restwert kaufen und somit in die Altersspanne kommen, in der größere Reparaturen mit jedem Kilometer wahrscheinlicher sind.