Recht und Soziales

Finanzen Verbraucherzentrale weist auf Fristen hin

Antrag bei Pflegekasse früh stellen

Berlin.Wird jemand pflegebedürftig, beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten für die Pflege. Dafür muss der Antrag bei der Kasse aber möglichst früh gestellt werden, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrem Ratgeber „Pflegefall – was tun?“.

Entscheidend für den Leistungsbeginn ist der Zeitpunkt der Antragstellung und nicht etwa, ab wann der Betroffene tatsächlich Hilfe brauchte. Wartet jemand mit dem Antrag mehr als einen Monat – weil er zum Beispiel hofft, dass es ihm bald bessergeht – entgeht ihm das Pflegegeld für den ersten Monat der Pflegebedürftigkeit.

Formloses Schreiben

Ein Beispiel: Stellt jemand am 20. Dezember einen Antrag auf Pflegeleistungen, kann er rückwirkend ab dem 1. Dezember Leistungen bekommen. Ob die Pflegebedürftigkeit schon im Juli bestand, ist unerheblich, erläutern die Verbraucherzentralen im Internet.

Zunächst schickt der Pflegebedürftige ein formloses Schreiben an seine Pflegekasse oder ruft dort an. Die Pflegekasse gehört immer zur jeweiligen Krankenkasse. Er bekommt dann ein Antragsformular, das auch ein Angehöriger ausfüllen darf. Unterschreiben muss der Pflegebedürftige allerdings eigenhändig.

Vollmacht möglich

Wer sich nicht selbst kümmern kann oder möchte, kann auch eine Vertrauensperson dazu bevollmächtigen, die Abwicklung mit der Pflegekasse zu übernehmen. In so eine Vollmacht gehören die Namen des Pflegebedürftigen und des Bevollmächtigten. Außerdem muss genau drinstehen, in welchen Belangen der Bevollmächtigte den Pflegebedürftigen vertritt. dpa