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Assessment center: So funktioniert es

Die letzte Klausur ist geschrieben, die Abschlussarbeit fertig. Doch auf viele Berufseinsteiger wartet jetzt noch eine letzte Prüfung – und wenn es um den Traumjob geht, vielleicht sogar die wichtigste. Das Assessment Center: berühmt-berüchtigte Auswahltage voller Tests, mit denen Unternehmen nach den besten Nachwuchskräften suchen.

Vor ein paar Jahren war der Begriff noch in aller Munde, inzwischen ist es still geworden um ihn. Das liegt aber nicht daran, dass es die Assessment Center nicht mehr gibt – im Gegenteil. Nach einem kurzzeitigen Rückgang ist ihre Zahl sogar wieder gestiegen. Von Assessment Center spricht dabei heute allerdings kaum noch ein Arbeitgeber. Stattdessen heißen die Veranstaltungen zum Beispiel Auswahltag, Bewerber-Workshop oder Meet & Greet. Die Methodik ist allerdings noch die gleiche. Situationen aus dem Arbeitsalltag werden simuliert, Druck erzeugt und der Bewerber darin beobachtet.

Bestimmte Situationen und Übungen tauchen in jedem Assessment Center auf: eine Präsentation, ein simuliertes Zweiergespräch und ein Interview. Doch was verbirgt sich dahinter? Vielleicht die einfachste Variante ist noch die Präsentation, aus dem Studium schon zur Genüge bekannt.

Was beim Zweiergespräch genau passiert, hängt vom Job ab: Angehende Führungskräfte müssen vielleicht ein Mitarbeitergespräch simulieren, Vertriebler etwas verkaufen. Und das Interview ist im Grunde nichts weiter als ein reguläres Vorstellungsgespräch, nur mit einem strukturierten Fragebogen.

Beispiele für viele dieser Aufgaben gibt es im Internet. Zudem hilft es, sich über aktuelle Themen in den Nachrichten zu informieren. Auch allgemeine Branchenkenntnisse sollte man sich aneignen. Ansonsten macht Übung auch bei Auswahlverfahren den Meister.

Auch negative Erfahrungen und Rückschläge gehören zu diesem Bewerbungsprozess. Denn auch das sagt dem potenziellen Arbeitgeber etwas über die Persönlichkeit. In solchen Situationen ist es wichtig, dass man nicht das Handtuch wirft. Mittendrin aussteigen disqualifiziert oft direkt. dpa