Recht und Soziales

Arbeitsplatz Im Alter werden die Augen schlechter

Ausreichend Licht im Büro wichtig

Archivartikel

Heidelberg.Im Alter werden die Augen schlechter. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz sollte daher für ältere Beschäftigte höheren Anforderungen genügen, erklärt die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in ihrem Magazin. Besonders bei Beschwerden wie frühzeitigem Ermüden oder Konzentrationsschwäche, sollten Beschäftigte die Beleuchtungssituation am Arbeitsplatz überprüfen.

Helle Lampen abschirmen

Ein erster Schritt kann es zum Beispiel sein, die Beleuchtungsstärke zu erhöhen. Das wirkt der eingeschränkten Akkommodation entgegen. Darunter versteht man die Anpassungsfähigkeit des Auges an die jeweilige Sehentfernung. Die Zeit, die das Auge benötigt, um sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen, verlängert sich mit dem Alter. Ein 40-Jähriger braucht etwa doppelt so lange wie ein 20-Jähriger, um von 50 Zentimetern auf unendlich einzustellen.

Eine hellere Beleuchtung sollte aber gleichzeitig nicht zu erhöhter Blendung führen, denn auch die Blendempfindlichkeit kann im Alter zunehmen. Sehr helle Lampen wie LEDs, Halogen-Glühlampen oder Leuchtstofflampen sollten immer vor direktem Einblick abgeschirmt sein. Reflektierende Gegenstände rund um den Arbeitsplatz können ebenfalls irritieren. Daher sollten Arbeitstische, Werkzeuge und Dokumente oder Prospekthüllen möglichst matt sein. Tastaturen haben bestenfalls helle Tasten mit dunklen Zeichen. Lampen sollten so stehen, dass ihr Licht schräg seitlich auf den Arbeitsplatz einfällt. dpa