Recht und Soziales

Soziales Urteile zu den Rechten von Hartz-IV-Empfängern

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Archivartikel

Konstanz.Welche Rechte haben Hartz-IV-Empfänger, wenn es um die Bearbeitung ihrer Fälle im Jobcenter geht? Das Sozialgericht Mainz entschied, dass ein Arbeitslosengeld II-Empfänger nicht mitbestimmen kann, welcher Sachbearbeiter seine Angelegenheiten bearbeitet (Az.: S 10 AS 164/18 ER). In einem weiteren Fall befand das Sozialgericht Konstanz, dass die Bearbeitung mittels eAkte nicht die Rechte der Betroffenen verletzt (Az.: S 11 AS 409/18 ER).

Im Fall des Sozialgerichts in Mainz empfand der Betroffene seine Sachbearbeiterin als Zumutung. Damit müsse er aber leben, so das Gericht. Es bestehe kein Recht des einzelnen Leistungsempfängers, den für ihn zuständigen Sachbearbeiter mitzubestimmen. Auch wenn er den Eindruck habe, die Sachbearbeiterin sei gegen ihn eingenommen, billige das geltende Recht ihm kein förmliches Ablehnungsrecht zu.

Im Fall des Sozialgerichts Konstanz bezog der Antragsteller Hartz IV. Er wandte sich gegen die Ankündigung des Jobcenters, seine Leistungsakte zukünftig elektronisch zu führen. Dabei werden die Dokumente gescannt und sind dann jederzeit auf dem Bildschirm verfügbar. Nach Ansicht des Mannes stelle eine solche eAkte ein Sicherheitsrisiko dar, sei nicht vor Hacker-Angriffen geschützt und könne leichter als die Papierakte in unberechtigte Hände gelangen.

Nach Auffassung des Gerichts ist die Annahme des Antragstellers, die eAkte sei vor Hacker-Angriffen nicht wirksam geschützt, rein spekulativ. Für die Datenübermittlungen das Sozialgericht gebe es sichere elektronische Übermittlungswege. dpa