Recht und Soziales

Urlaub Versicherung zahlt bei Covid-19 nicht immer

Extra-Schutz auf Reisen

Archivartikel

Hamburg.Wer ins Ausland fährt, sollte über eine Auslandsreise-Krankenversicherung verfügen. Diese übernimmt die Kosten einer medizinisch notwendigen Heilbehandlung im Ausland, wie der Bund der Versicherten (BdV) erklärt. Dies gelte in der Regel auch bei Covid-19-Erkrankungen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

Voraussetzung ist allerdings, dass in den Versicherungsbedingungen Pandemien nicht ausgeschlossen werden. Außerdem sollte zu Reisebeginn keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für das jeweilige Land bestanden haben – denn dann gibt es meist keinen Versicherungsschutz.

Ausgaben für Behandlung

Zu den Behandlungskosten, die eine Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt, gehören zum Beispiel Ausgaben für eine ambulante ärztliche Behandlung, Unterbringung und Verpflegung bei einem Klinikaufenthalt, den Transport zum nächsten Krankenhaus durch den Rettungsdienst sowie ärztlich verordnete Arzneimittel.

Wer im Falle einer Erkrankung im Ausland die Heimreise antreten möchte, kann von seiner Auslandsreise-Krankenversicherung meist nur die Kostenübernahme für einen medizinisch notwendigen Rücktransport erwarten. In besseren Tarifen zahlen Versicherer laut BdV allerdings auch für solche Rücktransporte, die nicht medizinisch notwendig, aber zumindest medizinisch sinnvoll sind.

Bei einer nachgewiesenen Covid-19-Erkrankung kann ein Rücktransport unter Umständen aber dadurch erschwert sein, dass von den Behörden vor Ort Quarantänemaßnahmen und Reiseverbote ausgesprochen werden. dpa