Recht und Soziales

Mobilfunk Restguthaben auch ohne SIM-Karte zu erstatten

Gericht stärkt Verbraucher

Archivartikel

Haben Prepaid-Kunden nach Vertragsende noch Restguthaben, wollen sie sich diese Summe gerne auszahlen lassen. Verlangt ein Mobilfunkanbieter, dass man dafür zunächst die nicht mehr genutzte SIM-Karte zurückschicken muss, ist das nicht rechtens. Dies zeigt ein Urteil des Landgerichts Düsseldorf, das der Verbraucherzentrale Bundesverband erwirkt hat.

In dem Fall hatten die Verbraucherschützer gegen einen Anbieter geklagt, der so eine Klausel in seinen Mobilfunkverträgen hatte. Die Bedingung – erst SIM-Karte, dann Guthaben-Auszahlung – habe die Firma inzwischen aus seinen Geschäftsbedingungen gestrichen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Beim Prepaid-Modell zahlen Verbraucher Geld auf das zur SIM-Karte gehörende Konto ein – und können diesen Betrag dann nach und nach verbrauchen. dpa