Recht und Soziales

Geld Wer Angehörige zu Hause betreut, kann profitieren

Höhere Rente durch Pflege

Archivartikel

Berlin.Mehr als 2,5 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause gepflegt, ein Großteil von Angehörigen. Für die ist das meist mit einem erheblichen Kraft- und Zeitaufwand verbunden. Als Ausgleich für ihre Arbeit zahlen die Pflegekassen unter Umständen Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung. Pflegende, die schon eine Altersrente beziehen, können direkt davon profitieren, erklärt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund in Berlin.

Zehn Stunden als Minimum

Was genau dahintersteckt: Pflegt man jemanden, zahlen die Pflegekassen Beiträge zur Rentenversicherung – unter bestimmten Voraussetzungen: So muss die gepflegte Person etwa Pflegegrad Zwei oder höher haben. Und man muss sich mindestens zehn Stunden verteilt auf mindestens zwei Tage in der Woche um sie kümmern.

Mit dem Erreichen der regulären Altersgrenze erhöht sich die Rente durch die Beiträge der Pflegekasse. Die Beitragszahlungen enden, wenn die Altersrente als sogenannte Vollrente bezogen wird. Wird die als Teilrente – zwischen zehn und 99 Prozent der Vollrente – bezogen, können aber weiter Zahlungen der Pflegekasse erfolgen.

Die Altersrente erhöht sich durch die von der Pflegekasse gezahlten Beiträge jeweils zum 1. Juli des Folgejahres. Ist die Pflegetätigkeit zu Ende, kann jederzeit wieder eine Vollrente bezogen werden.

Ob sich ein Teilrentenbezug bei gleichzeitig ausgeübter Pflegetätigkeit rechnet, sollte man vorher abwägen. Wer eine betriebliche Altersvorsorge hat, erfragt zudem lieber mögliche Auswirkungen beim Arbeitgeber. dpa