Recht und Soziales

Onlinehandel Heimliche Einkäufe im Internet

Kinder früh belehren

Kinder können raffiniert sein: Sie knacken schon mal die Kindersicherung am Computer, wissen längst, dass Mama als Pin-Code 1234 nimmt oder nutzen aus, dass Papa seine Zahlungsdaten für Amazon gespeichert hat. Und schon hat sich das Kind ein Fortnite-Kostüm geordert oder ist beim Wegklicken der YouTube-Werbung in die Abofalle getappt. Wie sollten Eltern reagieren?

Kosten selbst abbezahlen

Dorothea Jung von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung sagt, dass Kinder aus Erfahrungen lernen sollten. Das heißt: Sie müssen mit Konsequenzen leben. „Wenn das Kostüm oder das teure Trikot heimlich bestellt wurden, könnten Eltern das Paket nach der Aussprache einfach zurückschicken.“ Sei das nicht möglich, könnten Einkäufe in Raten vom Taschengeld abbezahlt werden.

Dabei kommt es auf das Alter des Kindes an und auf die Höhe der Rechnung. Kann man etwa ein teures Jahresabo etwa nicht rückgängig machen, kommt vielleicht sogar ein zeitweiliger Schülerjob in Frage, bis das Bestellte abbezahlt ist.

Laut der Expertin sollten Eltern schon mit Beginn der Internetnutzung immer wieder mit dem Kind besprechen, wann es wichtig ist, keine Daten preiszugeben. dpa