Recht und Soziales

Medizin Angehörige müssen Überblick behalten

Medikamentein der Pflege

Archivartikel

Pflegebedürftige müssen oft jede Menge Medikamente nehmen. Aufgabe von Angehörigen ist es dann, den Überblick zu behalten – und das geht leider nur mit etwas Recherche und guter Buchführung, wie das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) erklärt. Zuerst gilt es dabei, die Arzneimittel genau kennenzulernen: Was muss wann eingenommen werden, wie funktioniert die Einnahme genau? Bei Kapseln und Tabletten ist das oft noch selbsterklärend, bei Augen- und Nasentropfen, Salben oder gar Inhalationen wird es aber oft kompliziert.

Eigene Liste führen

Hier gilt: Konsequent nachfragen und die Infos auf einer eigenen Medikamenten-Liste notieren – am besten zusätzlich zum Medikationsplan, den alle Patienten mit mindestens drei verschriebenen Arzneimitteln bei Haus- oder Facharzt bekommen können. Auf der Liste sollten dabei nicht nur die verschreibungspflichtigen, sondern auch alle anderen Medikamente stehen – ebenso wie Heil- und Nahrungsergänzungsmittel.

Wissen und notieren sollte man auch, wie ein Medikament aufbewahrt werden kann: Manche müssen zum Beispiel in den Kühlschrank, andere wiederum sollten dunkel gelagert werden. Manche Pillen lassen sich in eine spezielle Tabletten-Box packen, andere sind dafür nicht geeignet.

Zusätzlich sollten Angehörige auf der Verpackung notieren, wann sie diese geöffnet haben – und wie lange das Medikament damit noch haltbar ist. Das hilft übrigens auch dabei, rechtzeitig ein Rezept für Nachschub zu besorgen. dpa