Recht und Soziales

Verkehr Rettungsgasse ist Einsatzfahrzeugen vorbehalten

Platz machen für Helfer

Archivartikel

Sobald der Verkehr auf mehrspurigen Straßen stockt, müssen Fahrer eine Gasse für Rettungskräfte bilden. Zwischen dem linken und allen übrigen Fahrstreifen muss der Weg freigemacht werden, erklärt der ADAC. Durch die Gasse sollten große Rettungsfahrzeuge passen. Macht der Nachbar keinen Platz, kann man hupen, mit nicht beleidigenden Handzeichen Hinweise geben oder durchs Seitenfenster den Kontakt suchen, rät der ADAC. Zum Vordermann ausreichen Platz zum Rangieren lassen.

In der Regel darf die Standspur nicht genutzt werden, nur im Notfall oder wenn die Polizei dazu auffordert. Nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge wie Feuerwehrautos, Kranken- und Abschleppwagen dürfen die Gasse nutzen. Alle anderen Fahrzeuge sind dort verboten, das gilt auch für den Standstreifen. So gibt es auch für Motorradfahrer keine Ausnahme.

Bis zu zwei Punkte

Bei stockendem Verkehr in engen Baustellen ist so weit wie möglich nach links respektive nach rechts zu fahren. Der Autoclub rät, versetzt zu fahren und viel Abstand zum Vorausfahrenden zu halten. In einzelnen Fällen könne es nötig sein, hier den Mittelstreifen auf der linken Seite und den Standstreifen für die Gasse mitzubenutzen.

Wer sich nicht an die gesetzlich vorgeschriebene Bildung der Gasse hält, muss mit Bußgeldern ab 200 Euro, zwei Punkten und Fahrverboten rechnen. Wer im Ausland unterwegs ist, muss dort meist mit höheren Strafen bei Verstößen rechnen, teilt der ADAC mit. In Österreich sind bis zu 726 Euro fällig, bei Behinderung bis zu 2180 Euro. dpa