Recht und Soziales

Verbraucher Forderung sorgfältig prüfen

Post vom Inkassobüro

Archivartikel

Inkassobüros sind nicht berechtigt, eidesstattliche Erklärungen von Verbrauchern einzufordern. Darauf macht die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg aufmerksam. Ziel einer solchen Maßnahme sei es meist, Verbraucher einzuschüchtern, damit sie aus Angst auch unberechtigte Forderungen zahlen. Jede Forderung sollte daher gut geprüft werden, bevor sie beglichen wird.

Den Verbraucherschützern fiel ein Inkassobüro mit einer dreisten Masche auf: Obwohl ein Verbraucher einer angeblichen Forderung bereits mehrfach widersprochen hatte, forderte das Unternehmen ihn unzulässigerweise auf, zusätzlich eine „Versicherung an Eides statt“ zu unterschreiben. Diese sollte gemäß dem Aufdruck des Schreibens an die zuständige Staatsanwaltschaft/Ermittlungsbehörde/das Gericht gerichtet sein.

Von solchen hartnäckigen Inkassounternehmen sollten sich Betroffene aber nicht unter Druck setzen lassen. Wer unsicher ist, ob eine Forderung berechtigt oder überzogen ist, kann dies mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentralen selbst prüfen. Ist die Forderung unberechtigt, sollte schriftlich Widerspruch eingelegt werden. dpa