Recht und Soziales

Cold Calls Beschwerde bei Bundesnetzagentur

Werbeanrufe unterbinden

Archivartikel

Bonn.Wenn ständig das Telefon klingelt und ein Unternehmen seine Dienstleistungen oder Waren anpreist, sollte man zu Stift und Papier greifen. Denn mit den Angaben, was beworben wurde und über welche Nummer, kann und sollten sich Angerufene bei der Bundesnetzagentur beschweren. Diese kann die Firmen zur Rechenschaft ziehen.

Denn Werbeanrufe, die man nicht ausdrücklich erbeten hat, stellen eine unzumutbare Belästigung dar und sind verboten. Auch die Art der Gesprächsführung ist relevant, weil sie sich auf die Höhe eines Bußgeldes auswirken kann. Beschwerden sind per E-Mail, Online-Formular oder per post möglich.

Bis zu 300 000 Euro Strafe

Firmen, die Verbraucher ungewollt mit Werbung am Telefon (Cold Calls) überziehen, können von der Bundesnetzagentur mit einer Geldbuße von bis zu 300 000 Euro bestraft werden. Jüngst hat die Behörde wieder eine Geldbuße in Höhe von 145 000 Euro wegen unerlaubter Webeanrufe gegen einen Mobilfunk-Provider verhängt.

Die Anrufe seien erfolgt, obwohl die Betroffenen keine wirksame Werbeeinwilligung erteilt hatten. Vielen seien zudem Abos für Hörbücher, Zeitschriften, Streaming-Dienste, Sicherheitssoftware oder Handyversicherungen untergeschoben worden. tmn