Recht und Soziales

Bürokratie Angehörige müssen Versicherung zügig informieren

Zeitdruck nach Todesfall

Archivartikel

Der Tod eines geliebten Menschen ist eine Ausnahmesituation. Trotzdem müssen Hinterbliebene sich schnell mit Bürokratie beschäftigen. Manche Versicherungen müssen innerhalb weniger Tage benachrichtigt werden, um nicht zu riskieren, dass der Anspruch auf Leistungen verloren geht, wie die Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt. Versicherungen, die wegen des Todes Leistungen erbringen, wie Lebens- und Sterbegeldversicherungen sowie private Rentenanbieter, müssen meist innerhalb von zwei bis drei Tagen informiert werden. Für die Mitteilung an die Unfalltodversicherung ist dagegen nur 48 Stunden Zeit.

Aus dem jeweiligen Vertrag können sich auch andere Fristen ergeben, sagt Verbraucherschützerin Stefanie Kahnert. Die Frist beginnt, wenn der Angehörige vom Tod erfährt, nicht mit dem Tod an sich. Hinterbliebene können die Versicherung telefonisch informieren. Die Verbraucherzentrale rät aber zu einer schriftlichen Mitteilung, um nachweisen zu können, dass rechtzeitig gehandelt wurde. Um Leistungen ausgezahlt zu bekommen, müssen Sterbeurkunde und Totenschein vorgelegt werden, dpa