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Bombenentschärfung in Frankfurt läuft - Eine Landebahn am Flughafen gesperrt

Frankfurt/Main.Die Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt läuft. Experten des Kampfmittelräumdienstes begannen am frühen Nachmittag damit, einen der beiden Zünder unschädlich zu machen. Für die komplette Entschärfung waren vier Stunden vorgesehen. Sie war später gestartet als erwartet. Zwar gab es laut Feuerwehr keine größeren Probleme. Aber der Abtransport von Menschen, die nur eingeschränkt mobil waren, dauerte länger als erwartet. Danach suchte die Polizei die Sperrzone rund um den Fundort nahe der Europäischen Zentralbank noch einmal ab.

Rund 16 500 Menschen hatten am Sonntagvormittag ihre Wohnungen verlassen müssen. Zur Kontrolle überprüfte die Polizei rund 1000 Hausnummern. Vor der Freigabe überflog auch ein mit einer Wärmebildkamera ausgestatteter Helikopter das Gebiet.

Experten des Kampfmittelräumdienstes wollten am frühen Nachmittag zunächst versuchen, mit einer Wasserstrahlschneideanlage den deformierten Bombenzünder unschädlich zu machen, wie ein Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt erläuterte. Danach werde entschieden, welche Technik beim zweiten Zünder zum Einsatz komme.

Auch auf den Verkehr wirkte sich die Entschärfung aus. Fernzüge und S-Bahnen wurden umgeleitet oder fuhren Stationen in der Sperrzone nicht an. Auch die Schifffahrt auf dem Main sollte zeitweise gestoppt werden. Während der Entschärfung ließ die Deutsche Flugsicherung (DFS) die nördlichste Landebahn des Frankfurter Flughafens sperren. Die Bahn sei Fundort der Bombe am nächsten. Dadurch komme es im Luftverkehr des Frankfurter Flughafens zu Verspätungen. "Da wird noch geflogen, aber mit reduzierter Kapazität", sagte der Sprecher. Wie lange die Landebahn gesperrt sei, hänge von der Entschärfung ab. Zunächst wurde von einer Sperrung bis 18 Uhr ausgegangen.