Region

Krankenhaus nimmt vorerst keine Notfallpatienten auf

Archivartikel

Neustadt.Ein Mitarbeiter des Neustadter Marienhaus-Klinikums Hetzelstift ist mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb nimmt das Krankenhaus für mindestens 24 Stunden keine Notfallpatienten auf, der Rettungsdienst verteilt akute Fälle auf umliegende Krankenhäuser in Speyer, Landau, Ludwigshafen und Bad Dürkheim. Dies sei organisatorischen Gründen geschuldet. Besucher dürfen die Klinik so lange nicht betreten.

Der betroffene Mitarbeiter hatte Kontakt zu zwölf Ärzten und 20 Pflegekräften, die sich alle in häuslicher Quarantäne befinden und mindestens in den nächsten 14 Tagen auch dort bleiben. Erst wenn der Kontrollabstrich negativ ausfällt, dürften die Betroffenen wieder arbeiten. Da die Stadt Neustadt „überschaubar“ sei, will Bürgermeister Marc Weigel nicht sagen, ob es sich um einen Arzt handelt und ob ein Mann oder eine Frau von der Coronainfektion betroffen ist.

Da die Kontaktpersonen des Infizierten im OP und auch in der Intensivstation gearbeitet haben, ist die Schließung des Krankenhauses vor allem organisatorischen Maßnahmen geschuldet: „Man muss den Betrieb mit Fachpersonal aufrechterhalten“, betont Chefarzt Dierk Vagts.

Mit dem Hetzelstift ist das erste Krankenhaus in Rheinland-Pfalz von der Corona-Krise betroffen.