Reise

Auf die Bretter, fertig , los!

Archivartikel

Wintersportler können es kaum erwarten, dass die Saison wieder losgeht. In den Bergen hat sich in den letzten Monaten viel getan. Wir geben einen Überblick.

Kaprun

Der Ort im Salzburger Land hatte bisher ein Familien- und ein Gletscherskigebiet. Die sind nun verbunden. Am Maiskogel beginnt die spektakuläre Fahrt über gut vier Kilometer mit der neuen 3K-K-onnection-Bahn zum Bereich Langwied am Kitzsteinhorn.

Da die Kabinen rundum verglast sind, eröffnen sich während der Fahrt atemberaubende Panoramablicke. Zusammen kommen die Seilbahnen vom Ort bis zum Gipfel auf zwölf Kilometer Liftstrecke und 2261 Höhenmeter.

Zell am See/ Saalbach

Nur wenige Kilometer von Kaprun entfernt bandeln die Bergbahnen von Zell am See und Saalbach miteinander an. Bereits in der vergangenen Saison hatte Zell am See die Rückseite der Schmittenhöhe erschlossen. Dieses Jahr folgt die Bergbahn aus Saalbachs Nachbardorf Viehhofen. Dorthin gibt es bereits eine Skipiste von Saalbach. Zurück geht es bislang nur per Skibus. Wer in Zell am See und Saalbach Ski fahren will, kann neuerdings die Ski Alpin Card für beide Pistenreviere kaufen.

Innsbruck/Stubai Stadt- oder Skiurlaub? In Innsbruck bekommt man beides. Ab dem kommenden Winter sogar mit einer kombinierten City- und Skicard. Sie bietet den Eintritt zu 22 Ausflügen von Swarovski-Kristallwelten bis Alpenzoo Innsbruck und zusätzlich zu zwölf Skigebieten. Darunter ist das gesamte Stubaital samt Gletscher, aber auch andere Pistenschmankerl wie die Bergeralm an der Brennerstraße mit einem der größten Flutlicht-Skigebiete in Europa, die Olympiapisten der Axamer Lizum und das hochalpine Kühtai. Sechs Tage freie Fahrt auch in den Skibussen kosten 268 Euro (für Kinder 134 Euro).

St. Anton

Die legendäre Schindlergrat-Sesselbahn war bekannt für die spektakuläre Aussicht. Nach 40 Betriebsjahren wird der Sessel durch eine 10er-Kabinenbahn ersetzt. Das Gute: Nicht nur der Komfort ist dadurch gestiegen, die Bahn fährt auch weiter hoch bis zur Bergstation des Vallugalifts, wo die Abfahrten Schindlerkar, Mattun und Valfagehr starten. An der bisherigen Bergstation gibt es einen Zwischenausstieg.

Kitzbühel

Superschnell kommen Skifahrer von Kirchberg in Tirol auf die Ehrenbachhöhe im Skigebiet Kitzbühel. Und bequem ist es in den Zehn-Personen-Kabinen auch noch: Die lederbezogenen Einzelsitze sind ergonomisch geformt und werden beheizt.

Wilder Kaiser

Gondel und Sessel: Die neue Kombibahn am Zinsberg zum Familiengelände auf Hochbrixen hat beides. Die Bergstation wurde um 400 Meter nach oben zur Filzbodenbahn-Bergstation verlegt. Nebenan im Skidorf Westendorf wurde der 3er-Sessel Fleiding durch eine 8er-Sesselbahn ersetzt, die zum höchsten Punkt der Skiwelt mit seinem wunderbaren Panoramablick fährt.

Ischgl

Eine neue 6er-Sesselbahn erschließt die Abfahrten im Velilltal besser, da sie im Vergleich zum Vorgänger um rund 1,4 Kilometer auf die dreifache Strecke verlängert wurde. Auf der Schweizer Seite der Silvretta-Arena fährt auf einer neuen Strecke nun die 8er-Sesselbahn Visnitzbahn N2 vom Skihaus Alp Trida zum Visnitzkopf.

Dolomiti Superski 50 Jahre alt ist die Pendelbahn von Cortina d’Ampezzo zum Col Drusciè. Sie weicht nun einer 10er-Kabinenbahn. Das kleine Skigebiet La Crusc in Alta Badia hat nun ebenfalls eine 10er-Kabinenbahn.

Im Edelweißtal oberhalb von Colfosco hat der Schlepplift Stella Alpina ausgedient. Jetzt fährt eine 6er-Sesselbahn zu dem sanften Pistenareal und der Funslope. Am Kronplatz sorgt eine 10er-Kabinenbahn Richtung Pres da Peres für eine bessere Anbindung von St. Vigil her. Am Helm im Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten fährt jetzt die 8er-Sesselbahn Hasenköpfl Richtung Gipfel.

Sedrun

Jetzt hat es der Ägypter Samih Sawiris geschafft: Durch die Pendelbahn von Sedrun zum Cuolm da Vi ist nun Disentis mit Andermatt-Sedrun verbunden – und mit 180 Pistenkilometern das größte Skigebiet der Zentralschweiz entstanden.

Jungfrau-Region

Gigantische 470 Millionen Franken kostet das Projekt V-Bahn. Bereits in Betrieb in diesem Winter ist die 10er-Kabinenbahn von Grindelwald-Grund über die Mittelstation Holenstein zum Männlichen. Von Dezember 2020 an soll eine 3-S-Umlaufbahn zum Eigergletscher fahren.

So kommen Skifahrer rund 45 Minuten schneller zu den Pisten auf der Kleinen Scheidegg und zur Lauberhornabfahrt als vorher.

Jenner

Das traditionsreiche Skirevier im Berchtesgadener Land wurde runderneuert: mit einer 10er-Kabinenbahn zum Gipfel und zwei schnellen 6er-Sesselbahnen.

Lenggries

Am Brauneck hat die Bergbahn die 40 Jahre alte Schrödelsteinbahn durch eine moderne Sesselbahn mit 6er-Sesseln, Hauben und Sitzheizung sowie automatisch schließenden Sicherheitsbügeln ersetzt. Außerdem gibt es jetzt eine Beschneiungsanlage, die im sonnigen Finstermünzkessel auch dringend notwendig war.