Reise

Reise nach Südtirol Tour mit dem E-Mountainbike zum Fragsburger Wasserfall / Kränzelhof ist eine „lebendige Skulptur“

Im Tempo der Pedale durch die Apfelwelt

Archivartikel

Erkundet man Südtirol mit dem Fahrrad, dann ist man im richtigen Tempo unterwegs, um das fruchtbare Land, seine Leute und seine kulinarische Vielfalt kennen zu lernen.

Der Duft nach frischem Gras, Apfelplantagen, sattgrüne Almweiden, herrliche Weinberge und imposante Gipfel begleiten den Radfahrer.

Anspruchsvolle Mountainbike-Touren haben zweifellos ihren Reiz. Allerdings müssen es nicht immer kräfteraubende Trails sein. In den Tälern Südtirols gibt es zahlreiche herrliche Radwege, die sich für Familien und Genussfahrer anbieten. Genau richtig, um den Kopf von Alltagsgedanken zu befreien und den Blick auf die Schönheit der Natur zu lenken.

Und wenn es stetig bergauf geht, kann man auch auf das E-Mountainbike umsteigen. Stefan Hütter, Geschäftsführer von „Theiner’s Garten“ und Vizepräsident beim Verein der Biohotels, ist der Guide für eine Radtour, die durch die Weinberge und Wälder zum Fragsburger Wasserfall führt. Als ehemaliger Spieler der italienischen Handball-Nationalmannschaft ist er durch und durch Sportler und verzichtet auf die Unterstützung mit einem E-Bike, während andere es genießen. Selbst wenn es richtig steil wird, lässt er nicht locker, hat Spaß dabei und immer einen guten Tipp auf Lager.

Nicht erst beim Abfahren merkt man: Hier spricht der Profi. „Weit hinten auf dem Sattel sitzen und dosiert bremsen“, heißt der Tipp von Stefan Hütter. Und tatsächlich: Es funktioniert. Obwohl die Bergab-Passagen teilweise respekteinflößend sein können. Von Gargazon aus geht es durch die Apfelplantagen und Weinberge mit herrlichen Ausblicken über das Meraner Land zum Fragsburger Wasserfall, der mit 135 Meter freiem Fall Südtirols höchster Wasserfall ist. Und ein Geheimtipp noch dazu.

Stets begleitet von der schönen Aussicht führt die Tour sowohl über breitere Wege, als auch über schmale und steile Pfade. Das Ziel, der Fragsburger Wasserfall, liegt etwas versteckt in einem Taleinschnitt hinter dem Schloss Fragsburg. Die Gruppe erreicht es über einen von Apfelwiesen und Johannisbeerplantagen gesäumten Wanderweg, der an sonnigen Tagen zahlreiche Familien mit Kindern anzieht– es ist also etwas Vorsicht geboten.

Aber der Anblick des Wasserfalls ist fantastisch! Tosend stürzt das Wasser in die Tiefe. Etwas Gischt auf den erhitzten Gesichtern hätte ganz gut getan. Aber daraus wird leider nichts, denn die kleine Brücke als Zugang zum Wasserfall ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das muss man sich mit dem Schauen begnügen. Was bei dieser Aussicht nicht wirklich ein Problem ist.

Nach diesem sportlichen Ausflug stehen als Kontrast Meditation und Gaumenfreuden im Kränzelhof auf dem Programm. Hier gibt es zahlreiche Erlebnisse an einem Ort: eine mittelalterliche Hofanlage, ein eigenes Weingut mit Vinothek, ein hervorragendes Gourmetrestaurant mit dem Namen „Miil“ und sieben spannende Gärten. Kunst begleitet den Besucher im Kränzelhof auf Schritt und Tritt als Ausdruck der Lebendigkeit und der Freude am Leben.

Tatsächlich hat der Kränzelhof seine Tradition bewahrt und das Anwesen mit kulturellen Aktivitäten belebt: Der Garten der Liebe, des Vertrauens und der Sinnlichkeit, der Yin- und Yang-Garten, der Weingarten und das Labyrinth nehmen zusammen 20000 Quadratmeter ein. Durch das Wachsen der Pflanzen und immer neue Installationen verändert sich der Garten ständig. Der Eigentümer, Graf Franz von Pfeil, beschreibt ihn als eine „lebendige Skulptur“. Die Sinne sind gefordert: Den Ausgang im Irrgarten finden, unterschiedliche Perspektiven einnehmen, Dinge zum Klingen bringen. Ein Garten, der Laune macht und für alle Altersgruppen viel zu bieten hat.

Info: Weitere Bilder in der Galerie unter www.fnweb.de. Informationen zur Ferienregion gibt es unter visitlana.de.