Reise

Antalya Jahrtausende alte Geschichte zu erleben und der schönste Hafen der türkischen Riviera

Leben der Einheimischen kennen lernen

Archivartikel

In der Millionenstadt Antalya gibt es den schönsten Hafen der türkischen Riviera und ein historisches Zentrum, das unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht.

Vor dem Hadriantor bleibt der Besucher stehen und staunt wie alle anderen Touristen über die eleganten Triumphbogen mit den vielen Verzierungen. Darunter fühlt man sich auf einmal winzig klein. Es ist der einzige aus der Antike erhalten gebliebene Zugang zur Altstadt Antalyas, gebaut anlässlich eines Besuchs des römischen Kaisers um 160 n. Chr.

In den schmalen Gassen hört man den Muezzin und bewundert die alten osmanischen Häuser mit den grünen Fensterläden und ihren üppig bewachsenen Fassaden.

Die Restaurants wirken verwaist. Nur die Katzen liegen zusammengerollt auf den Treppenabsätzen. Es ist helllichter Tag. In der Nacht geht die Party rund um den Uhrturm ab. Erst dann füllen sich die Bars und Restaurants in der Altstadt.

Tagsüber wird auf dem Basar gehandelt. Gold und Silberschmuck, Lederwaren, Textilien in allen erdenklichen Qualitäten sowie Gewürze und Lebensmittel. Die Händler bieten Spitzenqualität zu günstigen Preisen. Ob das stimmt? Handeln ist hier jedenfalls erwünscht. Nach dem Verkaufsgespräch wird oft eine Tasse Tee angeboten.

Von der Altstadt gassenabwärts, gelangt man in etwa zehn Minuten zum Hafen. Von oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Meer. Ausflugsboote starten in Richtung des Taurusgebirges, andere fahren zum Düden-Wasserfall, wo das Wasser mehr als 30 Meter über Klippen ins Meer hinabstürzt. „Antalya ist eine moderne und weltoffen Stadt“, sagt Reiseleiter Hasam Kömür. Wer Urlaub abseits des Trubels großer Hotelanlagen machen will, der findet in Antalyas Altstadt kleine Hotels mit nur wenigen Zimmern. Hasam führt die Besucher zum Boutique Hotel Alp Pasa mit einem Innengarten voller Kakteen. Man wohnt mitten in der Stadt und alle Sehenswürdigkeiten sind in nur fünf Minuten zu erreichen. Wer die Gegend erkundet, der lernt das Leben der Einheimischen kennen.

Die meisten Touristen fahren allerdings in die Clubanlagen direkt am Mittelmeer. Der TUI Magic Life Club Masmavi, imOrt Belek, liegt am feinen Sandstrand. All-inclusive-Verpflegung in den Restaurants gibt es dort rund um die Uhr. Jeden Nachmittag wechseln die Sportprogramme. Einen anderen Blick auf die sonst so strandbetonte, lebhafte All-Inclusive-Region findet man in den Bergdörfern im Hinterland. Hirten und Nomaden leben in einer einsamen Landschaft inmitten unberührter Natur. Heidrun Lange