Reise

Limerick statt Dublin

Irland

Die irische Hauptstadt besitzt eine ehrwürdige Universität, eine Burg, ernsthaftes Nachtleben und dank zahlreicher Dichter – katholisch, trinkfest, sprachgewaltig – das Dublin Writers’ Museum. Nicht alle stammten aus Dublin, aber alle strebten dorthin. Das im Südwesten gelegene Limerick hat mit 56 000 Einwohnern vergleichsweise dörflichen Charakter, und viele seiner Söhne und Töchter strebten fort. Provinziell ist es hier trotzdem nicht.

Auch die Stadt am Shannon kann pralles Studentenleben vorweisen, 15 000 Hochschüler prägen das Nachtleben. Sie verfügt über einen fabelhaften Food-Market (immer samstags) und mit King John’s Castleeine eine Burg aus dem 13. Jahrhundert. Zugleich besitzt Limerick die Vorteile einer kompakten Stadt. Urlauber, die der Verkehr in Dublin nervös machte, können den Mietwagen hier entspannt steuern und bald stehen lassen.

Literarisch geht es ebenfalls zu –nicht nur wegen der gleichnamigen fünfzeiligen Scherzgedichte. Der Schriftsteller Frank McCourt setzte Limerick mit seinen Kindheitserinnerungen „Die Asche meiner Mutter“ 1996 auf die literarische Weltkarte und schob den Tourismus ordentlich an. Heute hat auch Limerick ein Literaturmuseum, das dem Pulitzer-Preisträger gewidmet ist.

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