Reise

Ahrsteig

Mächtige Mauern

Archivartikel

Die Grafen von Are wussten genau, warum sie dieses Fleckchen Erde als Bauplatz für ihre Burg wählten: Rund um das Felsmassiv fallen die Hänge so steil ab, dass der Ort schwer zu erreichen ist. Umgekehrt bietet es von oben einen weiten Blick über das Ahrtal. Deshalb ließ Graf Theoderich I. von Are zu Beginn des 12. Jahrhunderts den Stammsitz hier bauen, von dem mittlerweile allerdings nur noch eine Ruine übrig ist. Im 17. Jahrhundert belagerten französische Truppen neun Monate lang die Festung bis zu ihrer Eroberung, anschließend wechselten die Besatzer, bis die Burg 1714 schließlich gesprengt wurde.

Heute bekommen Besucher zwischen den restaurierten Mauern der Vorburg, der Burgkapelle und der Wehranlage eine Vorstellung von der einstigen Anlage. Der Blick von oben ist allerdings noch genauso spektakulär wie zu Theoderichs Zeiten: Er reicht bis zur Burg Kreuzberg, den Felsmassiven am Langfigtal und den Weinbergen am Altenahrer Eck.

Die Burgruine Are ist einer von mehreren Aussichtspunkten, die entlang des Ahrsteigs liegen. Außerdem säumen abenteuerliche Felsformationen den Weg entlang des Tals, in dem die Ahr auf ihrer kurzen Reise etliche Schleifen zieht. Der Aufstieg zur Höhenburg, die über Altenahr thront, macht dabei nur einen kleinen Teil der insgesamt knapp 3000 Höhenmeter des Prädikatswegs aus. rpt