Reise

Mittelrhein Von historischen Gärten und Waldgeistern

Mystik und Romantik

Am Romantischen Rhein laden farbenprächtige Gärten an historischen Orten zu Ausflügen in die jahrhundertealte Gartenkultur ein. Mystische Wälder tragen dazu bei, die sagenumwobene Flusslandschaft noch spannender zu gestalten.

Im südlichen Teil des Unesco Welterbe Oberes Mittelrheintal erwartet Wanderer in Bingen die geheimnisvolle Baumgeister-Tour. Diese etwa 16 Kilometer lange Rundtour führt durch den Binger Wald und vorbei an zahlreichen, in die Bäume geschnitzten „Waldgeistern“. Der Weg führt vor allem durch Wald, bietet aber auch weite Ausblicke auf den Rhein und die Burg Rheinstein.

Südlich von Boppard präsentiert sich der Propsteigarten Hirzenach als eine der in der Region seltenen barocken Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts. Dort bewundert man zum Beispiel die originale Beeteinfassung und einen Musterweinberg mit verschiedenen Rebsorten. Umrahmt wird der Garten von dem romanischen Kirchenbau mit seinem frühgotischen Chor, der Villa Brosius und dem barocken Propsteigebäude.

Unterhalb der Marksburg in Braubach befindet sich an der Philippsburg ein Renaissancegarten, der nach Originalvorlagen an ursprünglicher Stelle rekonstruiert wurde. Quadratische Beete, Springbrunnen und Sitzbänke laden zum Verweilen ein. In unmittelbarer Nähe spaziert man durch die farbenfrohen Rheinanlagen, mit Blick auf die Marksburg und die Flusslandschaft.

Besonders prägend für die Rheinromantik ist Schloss Stolzenfels in Koblenz. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss als Sommerresidenz wieder aufgebaut. Zu den kreativen Schöpfern der Park- und Gartenanlagen gehörte auch Peter Joseph Lenné. Der Pergolagarten des Schlosses gilt als besonders schöner und romantischer Biedermeier-Garten.

Der Park und die Gärten bei Schloss Stolzenfels gehören ebenso wie der Propsteigarten Hirzenach und der Renaissancegarten an der Braubacher Philippsburg zur Route der Welterbe-Gärten. rpt