Reise

Perle an der Adriaküste

Archivartikel

Ein kleiner Ort an der Küste Sloweniens hat unsere Reisereporterin verzaubert: Piran mit seinen engen Gassen, pastellfarbenen Häusern, malerischen Plätzen und seinem belebten Hafen.

Piran, eine malerische Küstenstadt, liegt auf einer ins Meer hineinragenden Halbinsel. Der charmante Ort an der nur 46 Kilometer langen slowenischen Adriaküste ist durchzogen von engen Gassen, die zu romantischen Plätzen führen, umringt von alten Häusern, Kirchen und Palästen. Kurz gesagt, der ganze Ort ist ein einziges Postkartenidyll.

An der Uferpromenade, die den Ort umrundet, kann man jeden Abend einen spektakulären Sonnenuntergang beobachten, entweder von den vielen Restaurants aus, die die Promenade säumen; oder man sichert sich ein Plätzchen direkt auf der Mauer.

Pastellfarbene Häuser mit roten Dächern schmiegen sich um das Hafenbecken, in dem neben zahlreichen Yachten viele Fischerboote über die sanften Wellen schaukeln. Über allem thront der Campanile der Kirche Sankt Georg, ganz im venezianischen Stil, auf der Anhöhe hinter dem Ortskern zusammen mit Kirche und Baptisterium. In diesem werden traditionell die Kinder des Ortes in einem delfinverzierten, Glück bringenden Taufbecken getauft.

Pirans berühmtester Sohn

Gleich gegenüber des Hafenbeckens findet man den malerischen trapezförmigen Tartini-Platz. Eingerahmt von prächtigen Häusern spielt sich hier, am vielleicht schönsten Platz von Slowenien, das öffentliche Leben ab. Cafés und Restaurants haben ihre Tische und Stühle auf den Platz gestellt, und im Zentrum steht eine Bronzefigur des bekanntesten Sohnes des Städtchens: Giuseppe Tartini, auch „Teufelsgeiger“ genannt.

1692 als Sohn reicher Patrizier auf die Welt gekommen, brachte er es mit seinen verspielten Kompositionen weltweit zu großem Ruhm. Der Geigenvirtuose und Komponist hinterließ der Nachwelt neben vielen anderen Werken die berühmte „Teufelstrillersonate“.

Und die Gegend um Piran hat noch viel mehr zu bieten. Gelegen inmitten zauberhafter Landschaft, zwischen Olivenbäumen und saftig grünen Hügeln, auf denen Wein angebaut wird, gibt es viele Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden.

Beginnend an der Kirche Sankt Georg führt ein schmaler Wanderweg an der Küste entlang nach Fiesa. Hier, im Schatten der hohen Kiefern, findet auf der Grünfläche jeder ein Plätzchen, um sein Badehandtuch auszubreiten. Liegestühle und Sonnenschirme können gemietet werden. Der Ort ist für das extrem glasklare Meerwasser bekannt – und für die beiden Fischteiche im Hinterland, die immer wieder die Angler anlocken.

Portorozˇ, der quirlige Urlaubsort an der slowenischen Adria, liegt ganz nahe an der kroatischen Grenze und ist mit Piran über einen Promenadenweg am Meer verbunden. Portorozˇ kann mit einem aufgeschütteten Sandstrand prahlen und hat auch noch einen Grünstrand sowie mehrere Kiesstrände zu bieten. Hier ist der Abend erst in den frühen Morgenstunden zu Ende, denn zahlreiche Bars, Clubs und Casinos unterhalten die Gäste bis spät in die Nacht.