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Radrouten für jeden Geschmack

Nicht nur der bekannte Bodensee-Radweg lohnt einen Ausflug zu Europas drittgrößtem See. Vor allem am Untersee und im Hegau finden Radfahrer Touren für die unterschiedlichsten Interessen. Für Genießer eignet sich die kombinierte Rad- und Schiff-Tour rund um den Untersee, die in ein bis drei Tagen stramm oder gemütlich zu bewältigen ist.

Im Uhrzeigersinn von Konstanz aus geht es auf der Schweizer Seite bis Stein am Rhein oder mit dem Kursschiff über den See zur Halbinsel Höri. Die individuell einfach zu planende Route muss nur auf die Schifffahrtspläne ausgerichtet werden (www.urh.ch, www.bsb.de). Wer Gärten liebt, kann aus rund 70 grünen Oasen auswählen und seine Favoriten auf fünf verschiedenen Routen des „Grenzenlosen Garten-Rendezvous“ mit dem Rad ansteuern. Die Palette reicht von vielseitigen Privatgärten bis zum Schlosspark oder Klostergarten. Auch viele Literaten und Künstler entdeckten den westlichen Bodensee als Wahlheimat und auf ihren Spuren – etwa von Hermann Hesse oder Otto Dix - können Radfahrer „Per Pedal zur Poesie“ gelangen (www.literaturland-bw.de/radwege). Und wer etwas sportlicher unterwegs sein will, kommt beim Vulkanhopping im Hegau ins Schwitzen. Zwei gut ausgeschilderte Routen von 30 und 49 Kilometer Länge wurden für die Weltmeisterschaft im Mountainbike-Marathon ausgewiesen. Weitere Rad-Infos sind auf der Seite www.bodenseewest.eu zu finden. 

Schweben und schwimmen

Südlich von Villach liegt der Faaker See, der durch seine Kalkpartikel so türkisblau wie das Meer in der Südsee leuchtet. Neben seiner angenehm warmen Temperatur, der guten Wasserqualität und der Bergkulisse von Mittagskogel und Co zeichnet sich der Kärntner See auch durch originelle Angebote aus. So können Urlauber, statt mit lärmenden Motorbooten die Ruhe zu stören, in Kanus durch das Schilfgewirr am Ufer paddeln. Damit sie sich nicht im dichten Gürtel verlieren, bieten Kanu-Guides Entdeckertouren durch die verschlungenen Kanäle im Schilf an. Wer dann auch noch stimmungsvoll nächtigen möchte, kann mit Blick auf den See in einem Baumzelt campieren. Auf dem Campingplatz Anderwald schweben eineinhalb Meter über dem Boden zwischen alten Föhren direkt am Ufer Zelte. Sie sind so befestigt, dass sie sich nur sachte bewegen.

Aus dem Zelt mit transparenten Planen haben die Bewohner einen freien Blick auf den See und den Sternenhimmel - fast wie in der Hängematte, aber ohne lästige Mücken und Schaukeln. Eine Nacht im fertig aufgehängten Baumzelt kostet für zwei Personen 78 Euro (www.campinganderwald.at/baumzelt). Kanu- und Kajakverleih, Guides und Kurse im Kanu- und Kajakfahren sowie Stand-up-Paddeln bietet das Kajak-Center in Faak (www.kajak-faak.com).

Die Ausrüstung kann mit der Erlebnis-Card kostenlos ausgeliehen oder ein Schnupperkurs gebucht werden. Weitere Informationen dazu gibt es im Netz unter www.visitvillach.at, www.kaernten.at oder www.austria.info