Reise

Berner Oberland Den Nationalfeiertag der Eidgenossen am 1. August hautnah erleben / Geschichte zum Anfassen im Freilichtmuseum Ballenberg

Rütlischwur, Raclette und Feuerwerk

Archivartikel

Alphornblasen, Fahnenschwingen, folkloristische Darbietungen, Höhenfeuer, Fackelumzüge und ein grandioses Feuerwerk am See: So begehen die Schweizer ihren Nationalfeiertag am 1. August.

Zwischen den glasklaren und kalten Alpenseen Thuner- und Brienzersee, am Fuße des weltberühmten Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau, liegt die Ferienregion Interlaken. Sie ist touristisches Zentrum und Basislager für Bergsteiger aus aller Herren Länder.

Alpenwiesen und Gletscher

Hier treffen sich nicht nur Chinesen und Japaner auf ihrem zehntägigen Europa-Sightseeing-Marathon, sondern wirklich Reisende aus aller Welt. Die Aare, die durch das Städtchen fließt, wird an beiden Ufern von traditionellen Holzhäusern und Parks gesäumt. In den umliegenden Bergen mit ihren dichten Wäldern, den Alpenwiesen und Gletschern gibt es zahlreiche Wanderwege und Skipisten.

Der Brienzersee ist von steilen Berghängen und teils unberührter Natur gesäumt. Bereits seit 1839 verkehren Kursschiffe auf dem See. Sie verbinden Interlaken mit dem idyllischen Brienz im Osten, am oberen Seeende. Von hier führt die älteste Dampfzahnradbahn der Schweiz auf das Brienzer Rothorn. Ein weiteres herrliches Ziel am Brienzersee ist der Wasserfall Giessbach, der sich über mehrere Stufen über fünfhundert Meter in den See stürzt. Daneben eingebettet liegt das historische Grandhotel, erschlossen von der ältesten Standseilbahn Europas. Romantik und der Charme vergangener Zeiten aus der Belle Epoque werden in diesem Märchenschloss mit dem atemberaubenden Ausblick lebendig.

Tief eintauchen in die Geschichte der Schweiz kann man im nahe gelegenen Freilichtmuseum Ballenberg. Über 100 Wohn- und Wirtschaftsbauten aus den verschiedenen Regionen der Schweiz sind zu entdecken.

Die stattlichen Bauernhäuser, die bescheidenen Bauten der Tagelöhner, die Alpsiedlungen oder die Ställe, Scheunen, Speicher- Wasch und Backhäuschen verdeutlichen als architektonische und sozialgeschichtliche Zeitzeugen das Alltagsleben und die ländliche Kultur vergangener Zeiten.

Freilichtmuseum Ballenberg

Kleine und große Gäste können sich hier auf insgesamt 66 Hektar umsehen, anpacken, ausprobieren und sich ein Bild davon machen, wie ihre Vorfahren gelebt haben. Das Angebot des Freilichtmuseums ist in der Tat sehr groß. Und es gibt natürlich auch immer viel zu tun und jeden Tag ein anderes Programm. Verstaubte Vitrinen findet man in Ballenberg nicht. Hier wird die Vergangenheit tatsächlich erlebbar. Für Kinder und Erwachsene. Interessierte können sich vorher auf der Homepage (www.ballenberg.ch) informieren und für Kurse anmelden.

Feuerwerk vom Kajak aus

Wer den Nationalfeiertag nicht mit Spektakel und Tradition, sondern mit Ruhe und Zauber feiern möchte, erlebt das Feuerwerk am Besten vom Kajak aus. Umgeben von einer idyllischen Bergwelt hat das Kajakfahren (www.hightide.ch) bei Dunkelheit und Feuerwerk seinen ganz eigenen Charme.

Die anderen Teilnehmer kennen sich schon länger und sind im Paddeln versiert. Es bedeutet für sie Freiheit und Abenteuer. Ganz gleich, ob sie sich nach Feierabend noch einmal auf dem See auspowern oder gleich eine Wochenendtour planen. Auch als Familienabenteuer ist das Paddeln durchaus geeignet, wie der sechsjährige Sohn des Trainers verdeutlicht, der am Nationalfeiertag auch bis Mitternacht tapfer auf dem See paddelt.

Der Spaß an der Bewegung und der Effizienz der leisen Paddelschläge und das ruhige Gleiten durch das Wasser vereint die Kajakfahrer und zaubert eine einvernehmliche Stimmung, während das herrliche Feuerwerk über dem See den dunklen Himmel erhellt.

Info: Weitere Bilder von Aktivitäten zum Schweizer Nationalfeiertag am 1. August unter www.fnweb.de