Reise

Irland

Runterschalten am Grünen Radweg

Durch Irlands südlichen historischen Osten mäandert ein zauberhafter und völlig entschleunigender Weg vom Fluss zur Küste.

Der River Suir zeigt sich mal als kullerndes Flüsschen, bildet mal einen kleinen See, auf dem Enten und Schwäne treiben, und manchmal verschwindet er auch einfach unter Felsen. Der glasklare Wildbach windet sich durch ein wahrlich märchenhaftes Tal und formt den schönsten Abschnitt des Waterford Greenway. Hier anzukommen bedeutet Frieden, Ruhe, Gelassenheit, sich selbst treiben lassen durch dieses romantische Idyll. Alte Steinbogenbrücken führen über den Suir, ein atmosphärisch wie aus der Zeit gefallener Tunnel und hohe Viadukte liegen an der Strecke, die den Schienen einer historischen Eisenbahnlinie folgt.

Dieser Greenway ist mit 46 Kilometern der längste durchgängig befahrbare Radweg durch Irlands historischen Osten und leuchtet in allen Schattierungen der Farbe Grün. 40 verschiedene wollen die Iren auf der ganzen Insel gezählt haben, und alle auf einmal verdichten sich im herrlichen Tal des River Suir. Wer den gesamten Weg fahren möchte, startet am Flussufer der Stadt Waterford und gelangt nach rund fünf Stunden – abhängig davon, wie sehr er entschleunigt und wie viele sehenswerte Stopps an historischen Stätten eingelegt werden – im Hafen von Dungarvan. Zurück liegen dann Wikingersiedlungen, Burgruinen, normannische Schlösser und vielleicht auch ein Halt bei dem Anwesen Mount Congreve bei Kilmeaden, wo einer der schönsten Gärten der Welt liegt. Wanderer können einen direkteren Weg ins Idyll nehmen. Er beginnt in O’Mahony’s Pub in Durrow, führt durch den historischen Ballyvoyle Tunnel zur alten Durrow Railway und bald kommt das Tal des River Suir in Sicht und mit ihm der Himmel auf Erden. Infos unter www.visitwaterfordgreenway.com